23. Jun 2007 12:45
Bei Kämpfen in Afghanistan ist auch ein Hotel im benachbarten Pakistan von mehreren Raketen getroffen worden. Mehr als zehn Menschen wurden getötet.
Bei den eigentlichen Kämpfen in Afghanistan starben nach Nato-Angaben etwa 80 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban. Die meisten Opfer auf Seiten der Taliban gab es in der Provinz Paktia an der Grenze zu Pakistan, wo nach Angaben der Nato bis zu 60 mutmaßliche Islamisten getötet wurden. In der Provinz Kandahar starben laut US-Militärsprechern mehr als 20 Taliban. Die Nato geführte Schutztruppe ISAF teilte mit, es habe sich im Grenzgebiet zu Pakistan um die größte Gruppe von Kämpfern in dieser Region seit Monaten gehandelt. Sie hätten auch versucht, die Nato-Flugzeuge zu beschießen. Daraufhin habe die ISAF mit Luft- und Artillerieunterstützung die nach Pakistan fliehenden Islamisten beschossen. Viele der Kämpfer seien getötet worden. Mit der pakistanischen Armee sei der Beschuss abgesprochen worden.
In dem Hotel auf pakistanischer Seite schlugen nach einem Fernsehbericht mehrere US-Raketen ein und töteten zwölf Menschen. Die pakistanische Armee bestritt, dass die Raketen absichtlich auf das kleine Hotel im Shawal-Tal abgefeuert worden seien.
Die unzugängliche Stammesregion gilt als Rückzugsgebiet für die Taliban aus dem Nachbarland. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung mit den Stämmen ein Abkommen geschlossen, wonach die Sicherheitskräfte dort keine Operationen durchführen; dafür versprachen die Stämme, dass sie keine ausländischen Kämpfer unterstützen. Nach Ansicht der USA hat das Abkommen die islamistischen Kämpfer nur gestärkt
Vor einigen Tagen waren bei einer Explosion, die durch von Afghanistan aus abgefeuerte Raketen ausgelöst worden sein soll, in der pakistanischen Region 34 Menschen ums Leben gekommen. Darunter sollen zahlreiche Islamisten gewesen sein. (dpa)