netzeitung.deSarkozy hält Blackberry für nicht spionagesicher

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Der US-Geheimdienst liest mit - meint zumindest der französische Präsident (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der US-Geheimdienst liest mit - meint zumindest der französische Präsident
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Staatsdiener in Frankreich dürfen keine E-Mails mehr über Blackberry-Geräte verschicken. Doch daran halten sich längst nicht alle. Und andere mosern über die Einschränkung.

Frankreichs neuer Staatspräsident Nicolas Sarkozy scheint weder den USA noch HighTech-Geräten so recht zu trauen. Laut einem Bericht der Zeitung «Le Monde» untersagte er allen Beschäftigten im Elysée-Palast, am Regierungssitz Palais Matignon und in den Ministerien die Nutzung von Blackberrys. Zur Begründung hieß es, der Datenverkehr könne von dem US-Geheimdienst NSA über Server in Großbritannien und den USA ausgespäht werden.

Viele betroffene Beamte und Mitarbeiter der neuen Regierung hätten sauer reagiert, schrieb «Le Monde». Sie hätten nur wenig Lust, auf den praktischen E-Mailversand über die mobilen Geräte zu verzichten. Man müsse nun «wie früher» arbeiten und verliere dadurch wertvolle Zeit, beschwerten sie sich.

Insgeheim nutzten einige hohe Beamte heimlich weiter die Dienste des Blackberry-Anbieters Research in Motion (RIM), verriet ein Kabinettsmitglied der Zeitung. RIM versuchte daraufhin, die Sicherheitsbedenken Sarkozys zu zerstreuen.

Die übertragenen E-Mails seien verschlüsselt, ihre Herkunft könne nicht ermittelt werden, versicherte der Anbieter. Zudem habe Blackberry keine Server in den USA, sondern nur in Kanada und Großbritannien. Nicht nur die Nato, sondern auch viele Regierungen hielten die E-Mail-Handys im Übrigen für unbedenklich. (nz/golem.de)