17. Jun 2007 13:51
Bis zum Mittag ging nicht einmal ein Viertel der wahlberechtigten Franzosen zur zweiten Runde des Parlamentswahl. Die schon bei der Präsidentschaftswahl unterlegenen Sozialisten dürften keine Chance haben.
Am Sonntag waren noch 933 Kandidaten für die verbliebenen 467 Sitze in der Nationalversammlung im Rennen. Die konservative Partei UMP von Staatspräsident Nicolas Sarkozy konnte mit einer Bestätigung ihrer klaren Mehrheit rechnen. Die 110 Kandidaten, die sich vor einer Woche schon durch eine absolute Mehrheit in ihrem Wahlkreis ein Mandat sicherten, gehören fast alle der Partei des Präsidenten an.Letzten Umfragen vom Freitag zufolge konnte das rechtsbürgerliche Lager auf 400 bis 460 der 577 Sitze hoffen. Die Sozialisten von Ségolène Royal und ihre Verbündeten nur auf 110 bis 160 Sitze. Es galt als sicher, dass ein politisches Lager zum ersten Mal bei einer Parlamentswahl seine Mehrheit behaupten oder sogar ausbauen würde. In der scheidenden Nationalversammlung verfügen die UMP und ihr Koalitionspartner UDF schon über zwei Drittel der Sitze. (AP)