14.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wollen Firewall spielen: Treffen der Nato-Verteigungsminister in Brüssel
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wenn es nach der Nato geht, sollen Hacker-Attacken wie jüngst gegen Estland bald nicht mehr möglich sein. Das Bündnis will Computer von Regierungen und Unternehmen besser schützen.
Nach massiven Angriffen auf Computersysteme in Estland sucht die Nato nach Möglichkeiten zum besseren Schutz der Computer von Regierungen und Unternehmen. «Es gab Besorgnis über das Ausmaß und die Art der Computerangriffe, deren Opfer Estland wurde», sagte Nato-Sprecher James Appathurai am Donnerstag über Beratungen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel.
Estlands Verteidigungsminister Jaak Aaviksoo berichtete den Ministern über Wellen von Angriffen auf Computersysteme seines Landes. Sie waren im Mai ausgebrochen, nachdem die Regierung Estlands die Verlegung eines sowjetischen Kriegerdenkmals aus dem Zentrum der Hauptstadt Tallinn beschlossen hatte.
Die estnische Regierung hatte Moskau beschuldigt, hinter den Computerangriffen zu stehen. Russland hatte dies bestritten. «Die Angriffe waren anhaltend und sie waren koordiniert», sagte der Nato-Sprecher. «Sie zielten auf die öffentliche Informations-Infrastruktur Estlands. Und sie hatten eindeutige Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und die Wirtschaft Estlands.»
Mehrere große Banken Estlands mussten ihre Online-Aktivitäten zeitweilig stoppen, zahlreiche Internet-Dienstleistungen von Behörden und Organisationen waren immer wieder gestört. Die Verteidigungsminister waren dem Sprecher zufolge der Ansicht, «dass dringend daran gearbeitet werden muss, unsere Fähigkeit zum Schutz von wichtigen Informationssystemen gegen Computerangriffe zu schützen». (dpa)