14. Jun 2007 11:30
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich dafür ein, dass Frauen im Falle einer Vergewaltigung legal abtreiben dürfen. Das geht dem Vatikan zu weit.
Amnesty International hat im April die bisherige neutrale Haltung in der Abtreibungsdiskussion aufgegeben und an Regierungen appelliert, Frauen im Fall von Vergewaltigung, Inzest oder wenn das Leben der Mutter durch eine Schwangerschaft in Gefahr ist einen Schwangerschaftsabbruch zu ermöglichen. Deshalb dürfe AI keine Gelder mehr von katholischen Organisationen erhalten, forderte der Kardinal. Auch Personen katholischen Glaubens sollten die Gruppe nicht mehr finanziell unterstützen.AI erklärte daraufhin, AI habe noch nie Gelder vom Vatikan oder offiziellen katholischen Organisationen bekommen. Außerdem spreche sich AI nicht für oder gegen die Abtreibung aus. Sie fordere vielmehr die Regierungen auf, die Repression gegen Frauen zu beenden, die abgetrieben haben. Die stellvertretende Amnesty-Generalsekretärin Kate Gilmore sagte, Frauen müssten sich im Falle von Vergewaltigung oder Inzest für eine Abtreibung entscheiden dürfen. Die Katholische Kirche gefährde durch ihre falsche Darstellung die Arbeit von AI, warnte sie. (nz/AP)