EU-Verfassung «näher, als wir denken»
12.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Litauer Adamkus zeigte sich zuversichtlich, dass noch vor Ende des Jahres ein endgültiger Verfassungsvertrag erreicht werden könne. Gyurcsany forderte, den bestehenden Vertrag in seinen Grundzügen nicht anzutasten. «Wir haben als zweites Land den Vertrag ratifiziert. Man sollte so viel wie möglich davon bewahren», sagte der ungarische Ministerpräsident.
Prodi bekräftigte, dass ein überarbeiteter Verfassungsentwurf auch den Mitgliedstaaten gerecht werden müsse, die den Vertrag bereits ratifiziert haben. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass die deutsche EU-Präsidentschaft in den kommenden zehn Tagen den Rahmen für weitere Verhandlungen abstecken könne. «Ich denke, dass wir dem Ziel näher sind, als viele denken», sagte Prodi.
Zur Vorbereitung des europäischen Gipfels am 21. und 22. Juni in Brüssel spricht Merkel derzeit mit allen Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten. Im Gästehaus Meseberg der Bundesregierung trifft die Kanzlerin am Freitag noch den niederländischen Ministerpräsident Jan Peter Balkenende, am Samstag den spanischen Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero und schließlich am Sonntag den tschechischen Ministerpräsidenten Mirek Topolánek. (nz/ap)

