11. Jun 2007 10:24
Stark geschwächt ist die französische Linke aus der ersten Runde der Parlamentswahl hervorgegangen. Dass der Zentrist Bayrou den Sozialisten noch eine Mehrheit beschaffen kann, ist unwahrscheinlich.
Die bei der Präsidentwahl unterlegene sozialistische Kandidatin Ségolène Royal kandidierte zwar überhaupt nicht für einen Sitz in der Nationalversammlung - verschafft sich aber dennoch weiter öffentliches Gehör. Sie kündigte am Montag an, für die Partei wieder die Unterstützung des Zentristen François Bayrou zu suchen.Beim Rennen um den Einzug in den Elysée-Palast war es Royal zwar nicht gelungen, genug Wähler Bayrous auf ihre Seite zu bringen, um die Mehrheit zu erringen. Nun will sie aber erneut Kontakt mit dem Chef der neuen Partei Demokratische Bewegung (MoDem) aufnehmen, wie die Sozialistin selbst am Montag im Radiosender RTL ankündigte.
Im zweiten Wahlgang gehe es darum, «eine exzessive Machtballung in den Händen einer Partei zu verhindern», sagte Royal. Sie teile mit Bayrou eine Reihe von Werten wie die Verteidigung der Unparteilichkeit des Staates. Deshalb rief sie Bayrous Wähler auf, dort für sozialistische Kandidaten zu stimmen, wo es Bewerber von MoDem nicht in die zweite Runde geschafft haben.