31.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Protestierende Studenten in Venezuela
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Massenproteste in Venezuela haben sich am Donnerstag fortgesetzt. Die Studenten betonten, es gehe um die Demokratie und nicht um einen Sturz der Regierung.
Tausende Menschen haben in Venezuela auch am Mittwoch wieder gegen die Abschaltung des regierungskritischen Senders Radio Caracas Television (RCTV) demonstriert. Rund 8000 Studenten zogen dabei zum staatlichen Amt zur Kontrolle der Menschenrechte in Caracas und riefen «Freiheit». An einer Polizeisperre stoppte die Kundgebung. Den Behörden wurde eine Erklärung der Demonstranten übergeben.
«Die Studenten nehmen Stellung», sagte Studentensprecher John Goicochea, «aber nicht um die Regierung zu stürzen oder um Chaos zu verbreiten, wie einige behaupten.» Die venezolanische Polizei nahm auch wieder einen Oppositionspolitiker fest. Die Hintergründe waren zunächst nicht klar. «Wir bitten die Regierung darum, die Bürgerrechte, die Demokratie und die Verfassung zu respektieren», forderte Goicochea.
Einer der führenden Gegner von Präsident Hugo Chavez, der ehemalige Präsidentschaftskandidat Manuel Rosales, forderte die Behörden auf, alle festgenommenen Demonstranten freizulassen. Zudem müsse es ein Referendum über die Wiederzulassung des Senders RCTV geben. Dies sei ein einfacher Ausweg aus der Krise, sagte er.
Seit dem Beginn der Proteste am Sonntag sollen fast hundert Personen festgenommen worden sein. Nach dem Aus für RCTV am Sonntag war es zu Protesten gekommen. Die Polizei ging am Montag mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor. (dpa/AP)