30. Mai 2007 18:48
Präsident George W. Bush hat Präsident Wladimir Putin in die USA eingeladen. Indes haben Russland und die USA ihre Differenzen über die US-Raketenabwehr bekräftigt.
Lawrow sagte, es würden nicht nur Themen angesprochen, in denen beide Seiten unterschiedliche Positionen vertreten. Er kritisierte erneut das geplante US-Abwehrraketensystem in Osteuropa und nannte es eine «ganz ernsthafte Bedrohung», weil es zur Aufrüstung führe. Weder von Nordkorea noch vom Iran gehe derzeit eine solche Bedrohung aus, die die Stationierung des Raketenschirms in der Nähe der russischen Grenzen rechtfertige. «Die materiellen Fakten werden aber schon geschaffen», klagte Lawrow.
Rice betonte, dass das System Zeit brauche, um technologisch zu reifen. Erst ab 2012 könnten Basiselemente installiert werden. Sie unterstrich auch, dass das amerikanische Abwehrsystem, das in Polen und Tschechien stationiert werden soll, die russische atomare Abschreckung nicht unterlaufen könne. Russland könne den Schirm «ziemlich einfach überwinden». Putin habe dies am Vortag mit dem
Test einer Interkontinentalrakete deutlich gemacht. «Wir stimmen mit ihm darin überein», sagte Rice. Lawrow erwiderte: «Ich hoffe, dass wir das nicht beweisen müssen.» (AP)