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Ban will Darfur-Konflikt diplomatisch lösen

29. Mai 2007 21:34
Flüchtlinge in Darfur
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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich erneut gegen Sanktionen im Darfur-Konflikt ausgesprochen. US-Präsident Bush hat wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen den Sudan angekündigt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich indirekt gegen die von den USA angekündigten Sanktionen gegen die sudanesische Regierung «zu diesem Zeitpunkt» ausgesprochen. Er arbeite «intensivst» daran, dass endlich Frieden und Sicherheit in der westsudanesischen Krisenprovinz einkehre, sagte Ban am Dienstag.

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So habe er persönliche Verhandlungen mit der Regierung in Khartum aufgenommen und hoffe, dass sie sich positiv auf die nächste Runde technischer Besprechungen Anfang Juni in Addis Abeba auswirken. Bush dagegen will mit neuen Sanktionen die sudanesische Regierung zur Beendigung des Blutvergießens in der Provinz Darfur zwingen. «Die Welt hat die Verantwortung (...), den Völkermord zu beenden», betonte Bush am Dienstag.

Er stehe in engem Kontakt mit jenen Ländern, denen eine Schlüsselrolle im Darfur-Konflikt zukommt, sagte Ban in New York. Auf die Frage zu verschärften UN-Sanktionen gegen den Sudan sagte Ban zu Journalisten, «ich würde lieber erst sehen, wie sich die Lage (durch die Verhandlungen mit der Regierung) entwickelt». Auch mit Washington stehe er wegen Darfur eng in Verbindung. Ob er US-Präsident George W. Bush oder seine Außenministerin Condoleezza Rice gebeten habe, mit Sanktionen vorerst noch zu warten? «Sie können sich wohl vorstellen, was ich gemacht habe», sagte Ban.

Wirtschaftliche Strafmaßnahmen

Bush hatte am Dienstagmorgen die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Khartum angekündigt und den Weltsicherheitsrat aufgefordert, mit UN-Sanktionen nachzuziehen. Er beschuldigte den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir, seine Versprechen zur Beendigung des Blutvergießens nicht einzuhalten. Das Morden und Bombardieren der Zivilbevölkerung von Darfur gingen immer weiter.

Derweil machte Peking deutlich, dass es neue Sanktionen gegen den Sudan ablehnt. Die verschärften US-Sanktionen zielen auf 31 sudanesische Unternehmen der Ölindustrie sowie zwei führende Funktionäre der sudanesischen Regierung und einen Rebellenführer in Darfur.

Der Konflikt in Darfur gilt als die derzeit größte humanitäre Katastrophe der Welt. Nach UN-Schätzungen sind durch ihn bereits mehr als 200 000 Menschen ums Leben gekommen. 2,5 Millionen wurden zur Flucht gezwungen. Der Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Jean Marie-Guéhenno, äußerte am Dienstag die Hoffnung, im Juli bis August mit der Stationierung von weiteren Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und UN zu beginnen. Die gemeinsame Darfur-Mission soll etwa 22 000 Man stark werden. Der Weltsicherheitsrat hatte den Plänen am Freitag in einer Presseerklärung zugestimmt. (dpa)

 
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