Bush hatte am Dienstagmorgen die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Khartum angekündigt und den Weltsicherheitsrat aufgefordert, mit UN-Sanktionen nachzuziehen. Er beschuldigte den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir, seine Versprechen zur Beendigung des Blutvergießens nicht einzuhalten. Das Morden und Bombardieren der Zivilbevölkerung von Darfur gingen immer weiter. Derweil machte Peking deutlich, dass es neue Sanktionen gegen den Sudan ablehnt. Die verschärften US-Sanktionen zielen auf 31 sudanesische Unternehmen der Ölindustrie sowie zwei führende Funktionäre der sudanesischen Regierung und einen Rebellenführer in Darfur.
Der Konflikt in Darfur gilt als die derzeit größte humanitäre Katastrophe der Welt. Nach UN-Schätzungen sind durch ihn bereits mehr als 200 000 Menschen ums Leben gekommen. 2,5 Millionen wurden zur Flucht gezwungen. Der Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Jean Marie-Guéhenno, äußerte am Dienstag die Hoffnung, im Juli bis August mit der Stationierung von weiteren Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und UN zu beginnen. Die gemeinsame Darfur-Mission soll etwa 22 000 Man stark werden. Der Weltsicherheitsrat hatte den Plänen am Freitag in einer Presseerklärung zugestimmt. (dpa)