23. Mai 2007 17:00
Der Iran hat in den vergangenen Monaten die Zahl seiner im Atomzentrum Natans installierten Gaszentrifugen zur Urananreicherung fast verdoppelt. Damit widersetzt er sich internationalen Forderungen.
Bemühungen der IAEA, die verdächtigen Aktivitäten zu untersuchen, würden behindert. Daher könnten keine Garantien für eine ausschließlich friedliche Nutzung des Atomprogramms abgegeben werden. In dem nur vierseitigen Bericht wird Besorgnis darüber geäußert, dass bestimmte Aspekte des Programms trotz der seit vier Jahren andauernden Untersuchungen immer undurchsichtiger würden. Wegen der Uranreicherung hat der UN-Sicherheitsrat schon zwei Mal Sanktionen gegen Teheran verhängt. Nach dem neuen Bericht der IAEA über den Stand der Zusammenarbeit Teherans mit der internationalen Staatengemeinschaft im Atomstreit ist nun eine dritte Phase von Sanktionen möglich.
Der Iran beharrt auf seinem Recht als Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags, die Atomkraft friedlich zur Stromgewinnung nutzen zu können und dabei auch Uran zur Herstellung von Brennstäben anzureichern. Im Westen wird aber vermutet, dass die Regierung letztlich den Bau einer Atombombe anstrebt. (AP)