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Blauhelme im Kongo tauschen Waffen gegen Gold

23. Mai 2007 11:51
UN-Soldaten im Kongo
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Pakistanische UN-Friedenssoldaten haben laut BBC berüchtigten Milizenführern im Kongo Waffen verkauft. Ermittler wurden behindert und bedroht.

Im Kongo sollen die Friedenstruppen der Vereinten Nationen eigentlich die Milizen entwaffnen, denen brutale Menschenrechts-Verbrechen vorgeworfen werden. Wie die britische BBC berichtete, haben sich einige Soldaten aber offensichtlich vom Glanz des in dem afrikanischen Staat reichlich vorhandenen Gold blenden lassen.

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Angehörige eines pakistanischen Bataillons hätten im Nordosten des Landes bereits seit 2005 Waffen gegen das begehrte Edelmetall eingetauscht, hieß es. Laut einem Geschäftsmann aus der Region verhandelten die Pakistaner direkt mit zwei berüchtigten Milizenführern - Decknamen «Kung Fu» und «Dragon» -, die auch die Goldminen in der Stadt Mongbwalu unter ihrer Kontrolle haben. Die Treffen fanden demnach in dem örtlichen UN-Lager statt.

Später hätten sich auch Mitglieder der kongolesischen Armee und indische Händler aus Kenia an den verbotenen Deals beteiligt, berichtete die BBC weiter. Ein Behördenvertreter im Kongo sei schließlich misstrauisch geworden, als ein indischer Geschäftsmann sich in dem UN-Camp mit den pakistanischen Blauhelmen traf.

Mit Stacheldraht eingeschüchtert

Ermittler, die sich mit dem Fall befassen sollten, wurden jedoch massiv behindert. Ein verdächtiges Flugzeug sei von kongolesischen Soldaten abgeschirmt worden, hieß es. Zudem sei ein im vergangenen Sommer entsandtes UN-Untersuchungsteam von pakistanischen Blauhelmen massiv bedroht worden.

Auf Nachfrage der BBC wies der UN-Botschafter im Kongo, William Swing, die Anschuldigungen gegen die Truppen zurück: UN-Soldaten hätten niemals Waffen an die Milizen verkauft. Die Vorwürfe wegen Goldhandels würden noch überprüft. Von den Vereinten Nationen in New York kam bisher keine Stellungnahme. (nz)

 
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