Tiervergleich empört afghanisches Parlament
22.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Sprecher zitierte einen Gesetzesartikel, der Abgeordnete vor Beleidigungen schützt. Das Parlament will den Fall nun vor Gericht bringen.
Die Abgeordnete Joya, die ihr Mandat 2005 angetreten hatte, kritisierte die Abstimmung als «politische Verschwörung». Sie werde unter Druck gesetzt, seitdem sie sich offen für Menschenrechte eingesetzt und frühere Warlords «Kriminelle» genannt habe.
Einige ehemalige Kriegsherren - unter ihnen der frühere Präsident Burnahuddin Rabbani - sitzen im Parlament. Joya war 2003 dadurch bekannt geworden, dass sie zahlreichen Warlords, die einst gegen die sowjetischen Besatzer gekämpft hatten, öffentlich Menschenrechtsverbrechen vorwarf.
Die 29-Jährige will auch nach dem Ausschluss nicht aufgeben. Wenn sie nicht länger im Parlament sitzen könne, sagte sie, werde sie unabhängig davon gegen die «Kriminellen» kämpfen, kündigte sie an. (nz)

