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Präsident Sarkozy verspricht Franzosen Wandel

16. Mai 2007 07:53, ergänzt 16:37
Sarkozy (r) verabschiedet sich von seinem Vorgänger Chirac
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Frankreichs neuer Staatschef Sarkozy ist offiziell im Amt. Er will vieles anders machen als sein Vorgänger Chirac. Dieser übergab ihm alle Verantwortung - vor allem den Geheimcode für Atomwaffen.

Zehn Tage nach seinem Wahlsieg hat Nicolas Sarkozy in einer feierlichen Zeremonie die französische Staatspräsidentschaft übernommen. Nach dem Abschied von seinem Vorgänger Jacques Chirac wurde Sarkozy am Mittwoch im Großen Festsaal des Élysée-Palastes die goldene Amtskette übergeben.

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  • Bei seiner Wahl am 6. Mai habe nicht er alleine gewonnen, sagte der neue Präsident in seiner ersten Ansprache. Er werde sich mit seiner ganzen Entschlossenheit in den Dienst Frankreichs stellen und ein Präsident der Toleranz und Öffnung sein.

    Sarkozy bekräftigte sein Wahlversprechen, einen tiefgreifenden Wandel in Frankreich zu vollziehen. Noch nie sei «die Unbeweglichkeit so gefährlich wie heute» gewesen, sagte er. Zugleich lobte er Chirac für sein Friedensengagement.

    21 Kanonenschüsse

    Vom Invalidendom verkündeten 21 Kanonenschüsse, dass die Amtszeit des sechsten Präsidenten der fünften Republik begonnen hat. Das Ritual des Machtwechsels folgte einem strikten republikanischen Reglement: Nach dem Abschreiten einer Ehrenformation der Republikanischen Garde zog sich Sarkozy mit Chirac zu seinem kurzen Gespräch zurück. Laut Protokoll erhielt er dabei den Geheimcode für die Aktivierung der Atomwaffen.

    Beide Politiker traten anschließend unter Hochrufen der geladenen 500 Gäste ins Freie. Chirac stieg schließlich in einen schwarzen Citroen C6 und fuhr davon. Am Dienstagabend hatte er sich mit einem Appell zur Einheit und Solidarität ein letztes Mal als Präsident an die Bevölkerung gewandt.


    Jacques Chirac bei seiner letzten Fernsehansprache als französisches Staatsoberhaupt.
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    Als Land der Chancengleichheit und als Motor Europas sowie des Friedens werde Frankreich Zukunft haben, sagte Chirac. Er betonte, er sei stolz darauf, Frankreich in den vergangenen zwölf Jahren als Staatschef gedient zu haben. Premierminister Dominique de Villepin hatte zuvor durch den Rücktritt seines Kabinetts den Weg für den Regierungswechsel freigemacht.

    Bilderschau:
    Sarkozy will nach der Amtsübernahme rasch seinen Premierminister ernennen. In Paris gilt es als sicher, dass der frühere Arbeitsminister François Fillon das Amt des Regierungschefs am Donnerstag vom neuen Präsidenten übertragen bekommt.

    Antrittsbesuch bei Merkel

    Im Anschluss an die Feierlichkeiten fuhr Sarkozy am Nachmittag in einem offenen Wagen über die Champs Elysées zum Grabmal des unbekannten Soldaten am Triumphbogen. Dort entzündete er das «Ewige Feuer». Nach Terrordrohungen einer islamistische Organisation galten strenge Sicherheitsvorkehrungen.

    Am Abend wird der neue Präsident zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin reisen. Die Kanzlerin erwartet von Sarkozy einen entscheidenden Beitrag, um der EU den Weg aus der Verfassungskrise zu ebnen. «Er hat gesagt, dass er um die Notwendigkeit der Handlungsfähigkeit der EU weiß», sagte Merkel am Dienstag in Brüssel. «Ich freue mich auf den Besuch», fügte sie an. (AP/dpa)

     
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