09. Mai 2007 12:38
Ausländische Wissenschaftler wecken bei Irans Hardlinern zunehmend Misstrauen. Eine Forscherin aus den USA wird offensichtlich verdächtigt, die Opposition zu unterstützen.
Esfandiari, Direktorin der Nahost-Abteilung des Zentrums, sei seit Dezember mehrmals verhört worden, hieß es. Die iranischen Behörden hätten Auskunft über ihre Arbeit verlangt, Nach ihrer Inhaftierung habe sie lediglich ein Telefonat führen dürfen, um ihre Familie zu informieren.Die Wissenschaftlerin hatte den Iran 1979 verlassen, als die Mullahs die Macht ergriffen. Während der vergangenen zehn Jahre war sie zwei Mal in ihre Heimat zurückgekehrt, um ihre kranke Mutter zu besuchen.
Andere iranisch-amerikanische Akademiker sehen die Gründe für die Festnahme vor allem im Misstrauen Teherans gegen Forschungsinstitute, die der Opposition im Land Unterstützung bieten könnten. Auf der Website des Wilson-Zentrum sind Konferenzen aufgelistet, die Esfandiari mitorganisiert hat. Die Treffen befassten sich unter anderem mit der Reformbewegung und dem Atomprogramm im Iran.