netzeitung.deUSA verzichten auf Klage gegen Exilkubaner

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Posada wird von Kuba und Venezuela unter anderem eines Bombenanschlags mit 73 Toten beschuldigt (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Posada wird von Kuba und Venezuela unter anderem eines Bombenanschlags mit 73 Toten beschuldigt
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Exilkubaner Posada muss sich in den USA nicht mehr wegen Betrugs verantworten. Kuba und Venezuela halten den Ex-CIA-Mann für einen Terroristen.

Im Betrugsverfahren gegen einen in Kuba und Venezuela des Terrors verdächtigen Exil-Kubaner hat ein US- Bundesgericht am Dienstag alle Anklagen fallen gelassen. Der 79 Jahre alte Luis Posada Carriles sollte sich ursprünglich ab Freitag wegen Betrugs in einem Einbürgerungsverfahren vor Gericht verantworten.

Wie eine Sprecherin seines Anwalts der Nachrichtenagentur dpa in Washington bestätigte, ließ die Richterin auf Antrag der Verteidigung alle sieben Anklagepunkte fallen. Der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA wird von den Regierungen in Havanna und Caracas beschuldigt, unter anderem für einen Bombenanschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug verantwortlich zu sein, bei dem 1976 73 Menschen starben.

Wie eine Sprecher des US-Justizministeriums der Zeitung «The Miami Herald» sagte, prüft man eine mögliche Berufung gegen die Entscheidung. Posada Carriles, der erst im vergangenen Monat gegen eine Kaution von 350 000 US-Dollar aus der Haft freigekommen war, soll bei seiner illegalen Einreise in die USA im Jahr 2005 und ein Jahr später bei dem Versuch, die US-Staatsbürgerschaft zu erlangen, falsche Angaben gemacht haben.

Castro sieht Posada als «Monster»
Bereits gegen die Freilassung auf Kaution hatte Kubas Staatschef Fidel Castro protestierte und Posada Carriles ein «Monster» genannt. Die staatlichen kubanischen Medien bezeichneten die Entscheidung der US- Richterin am Dienstag als «zynisch» und das Verfahren als «Farce». Kuba und Venezuela hatten die Auslieferung des 79-Jährigen beantragt. (dpa)