Flugzeugentführung auf Kuba gescheitert
04.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das kubanische Innenministerium beschuldigte die USA, Drahtzieher des Zwischenfalls zu sein. «Dieser Vorfall reiht sich ein in die lange Liste der Akte des Terrorismus, deren Opfer Kuba seit einem halben Jahrhundert ist», behauptete das Ministerium in dem am Donnerstagabend veröffentlichten Schreiben.
Die Behörden hatten den ganzen Tag über geschwiegen. In der offiziellen Version hieß es, der Getötete sei der Oberstleutnant Victor Acuña Velásquez, der, obwohl unbewaffnet, versucht habe, «heldenhaft den terroristischen Akt zu verhindern». Die beiden Rekruten wurden bereits steckbrieflich gesucht. Sie sollen bei ihrer Flucht aus ihrer Einheit bereits einen Soldaten erschossen und einen weiteren verletzt haben.
Am frühen Donnerstagmorgen hätten sie den Bus entführt, in dem sich auch Acuña Velásquez befunden habe. Am Flughafen angekommen hätten sie eine bereits von Besatzung und Passagieren verlassene Maschine besetzt und hätten eine der Geiseln (Acuña) getötet, so die offizielle Version weiter. «Durch die effektive und koordinierte Aktion der Ordnungskräfte wurde der Plan der Entführer vereitelt und das Leben der restlichen Geiseln gerettet», hieß es weiter.
Bereits zuvor hatte die Polizei einen dritten geflohenen Rekruten eingefangen. Dieser hatte den Angaben zufolge gestanden, dass die drei gemeinsam den Plan gefasst hätten, das Land illegal zu verlassen.» Der Zusammenhang mit der angeblichen Urheberschaft Washingtons wurde nicht weiter erklärt. (dpa)

