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Flugzeugentführung auf Kuba gescheitert

04. Mai 2007 08:08
In Havanna haben Unbekannte vergeblich versucht, ein Passagierflugzeug in ihre Gewalt zu bekommen. Bei einer Schießerei kamen zwei Soldaten ums Leben.

Beim Versuch einer Flugzeugentführung durch zwei kubanische Rekruten ist am Donnerstagmorgen eine Geisel ums Leben gekommen. Dies wurde am späten Donnerstagabend offiziell bestätigt. Demnach hatten die seit dem Wochenende als Deserteure gesuchten Soldaten einen Bus entführt und waren mit den Passagieren an Bord auf das Geländes des Flughafens der kubanischen Hauptstadt gelangt. Die beiden Geiselnehmer wurden diesen Angaben zufolge nach einer Schießerei mit Sicherheitskräften festgenommen.

Das kubanische Innenministerium beschuldigte die USA, Drahtzieher des Zwischenfalls zu sein. «Dieser Vorfall reiht sich ein in die lange Liste der Akte des Terrorismus, deren Opfer Kuba seit einem halben Jahrhundert ist», behauptete das Ministerium in dem am Donnerstagabend veröffentlichten Schreiben.

Die Behörden hatten den ganzen Tag über geschwiegen. In der offiziellen Version hieß es, der Getötete sei der Oberstleutnant Victor Acuña Velásquez, der, obwohl unbewaffnet, versucht habe, «heldenhaft den terroristischen Akt zu verhindern». Die beiden Rekruten wurden bereits steckbrieflich gesucht. Sie sollen bei ihrer Flucht aus ihrer Einheit bereits einen Soldaten erschossen und einen weiteren verletzt haben.

Am frühen Donnerstagmorgen hätten sie den Bus entführt, in dem sich auch Acuña Velásquez befunden habe. Am Flughafen angekommen hätten sie eine bereits von Besatzung und Passagieren verlassene Maschine besetzt und hätten eine der Geiseln (Acuña) getötet, so die offizielle Version weiter. «Durch die effektive und koordinierte Aktion der Ordnungskräfte wurde der Plan der Entführer vereitelt und das Leben der restlichen Geiseln gerettet», hieß es weiter.

Bereits zuvor hatte die Polizei einen dritten geflohenen Rekruten eingefangen. Dieser hatte den Angaben zufolge gestanden, dass die drei gemeinsam den Plan gefasst hätten, das Land illegal zu verlassen.» Der Zusammenhang mit der angeblichen Urheberschaft Washingtons wurde nicht weiter erklärt. (dpa)

 
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