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Amnesty besorgt über Menschenrechte in China

30. Apr 2007 09:17, ergänzt 11:34
Chinesische Flagge
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Ein Jahr vor den Olympischen Spielen gibt es in China noch gravierende Menschenrechtsverstöße. Amnesty International wirft Peking vor, Bürgerrechtsaktivisten zu verfolgen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich «sehr besorgt» geäußert, dass im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking rechtmäßige Aktivitäten etwa von Bürgerrechtlern, Anwälten und Journalisten verfolgt werden. Im Namen von «Stabilität» und «Harmonie» glaubten chinesische Behörden, gegen all jene vorgehen zu müssen, die aus ihrer Sicht das Umfeld der Spiele stören könnten, heißt es in einem Bericht der Organisation, der am Montag aus London verbreitet wurde.

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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) solle seinen «beträchtlichen Einfluss» auf Chinas Behörden im Vorfeld der Spiele nutzen und Menschenrechtsverletzungen ansprechen.

Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe zurück. «Wir erfüllen gewissenhaft unser Versprechen im Hinblick auf die Olympischen Spiele», erklärte das Außenministerium in Peking. Amnesty International sei politisch voreingenommen.

8000 Todesurteile vollstreckt

Als positive Entwicklung wertete Amnesty die neuen Regeln für die Verhängung der Todesstrafe. Demnach müssen Todesurteile vom Obersten Gericht überprüft werden. Die Menschenrechtsorganisation schätzt, dass allein im vergangenen Jahr bis zu 8000 Todesurteile vollstreckt wurden - offiziell wurden rund 1000 Hinrichtungen gemeldet.

Trotz der Reformen bei der Todesstrafe und Lockerungen für ausländische Journalisten in China, gebe es aber keine Fortschritte bei der Umerziehung in Arbeitslagern, die einfach ohne Gerichtsverfahren angeordnet werden kann, betonte die Menschenrechtsorganisation. Die Anwendung dieser so genannten Verwaltungshaft scheine sich zumindest in Peking durch die Olympischen Spiele sogar noch zu verschärfen, beklagt Amnesty. Die Verfolgung von Bürgerrechtlern, prominenten Verteidigern und all jenen, die Menschenrechtsverletzungen berichteten, halte an.

«Das Versagen der chinesischen Behörden, die rechtlichen und institutionellen Schwächen anzugehen, die solche Verstöße gedeihen lassen, behindern weiter die Bemühungen, die Rechtsstaatlichkeit in China - ein Pfeiler für «Harmonie» und «Stabilität» - zu stärken und wirft einen dunklen Schatten auf die rechtlichen Reformen, die in den vergangenen Monaten eingeführt wurden», heißt es in dem Bericht. (dpa)

 
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