27.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Mit einer Groß-Razzia will die saudi-arabische Polizei mehrere große Terroranschläge im eigenen Land verhindert haben. Unter den Verdächtigen sollen auch Ausländer sein.
Die saudi-arabische Polizei hat bei einer Anti-Terror-Razzia 172 mutmaßliche militante Islamisten verhaftet. Die Verdächtigen hätten unter anderem Anschläge auf Ölfelder und den Sturm eines Gefängnisses geplant, erklärte das Innenministerium am Freitag. In den Angriffen hätten offenbar auch Flugzeuge eingesetzt werden sollen.
Es seien Selbstmordanschläge gegen Personen des öffentlichen Lebens, Einrichtungen der Ölindustrie und Militäranlagen geplant gewesen, hieß es in der Erklärung. Auch militärischen Ziele außerhalb Saudi-Arabiens hätten die Militanten im Visier gehabt. Einige Verdächtige hätten im Ausland Flugunterricht genommen, um Flugzeuge in Anschlägen in Saudi-Arabien einsetzen zu können, lauteten weitere Vorwürfe.
Bei den Razzien seien mehr als 20 Millionen Rijal (rund 4 Millionen Euro) beschlagnahmt worden. Der staatliche Sender Al Echbariah zeigte Bilder von großen Waffenarsenalen, die in der Wüste entdeckt worden seien. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dem Sender Al Arabija, dass auch Ausländer zu den Verdächtigen zählten. (AP)