Der Rat forderte die Regierung in Khartum am Montagabend auf, die zweite Phase des UN-Plans zur Unterstützung der AU-Truppe nach Kräften zu fördern. Ziel sei es, in der dritten Phase insgesamt 20.000 Blauhelme von AU und UN zu stationieren. Der UN-Beauftragte für Friedensmissionen, Jean-Marie Guehenno, erklärte, das so genannte große Unterstützungspaket sei erst der Anfang. «Es ist ein Paket, um die Voraussetzungen für eine künftige robuste Truppe zu schaffen», erklärte er. Die Afrikanische Union werde finanzielle Hilfe benötigen, weil die Entsendung der UN-Soldaten noch einige Monate dauern werde.
Der amtierende UN-Botschafter der USA, Alejandro Wolff, zeigte sich skeptisch und erklärte, man werde erst bei der tatsächlichen Stationierung der UN-Soldaten sehen, wie ernst es Sudan mit seinen Zusagen sei. Der stellvertretende US-Außenminister John Negroponte hatte zuvor den Sudan bei einem Besuch in Khartum nochmals aufgefordert, die Menschenrechte in Darfur zu garantieren.