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Sudan beendet Rätseln um UN-Hilfe für Darfur

16. Apr 2007 18:22
Flüchtlinge in Darfur
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Über Monate hin war die Haltung Sudans unklar und verwirrend. Nun gab die Regierung ihr Einverständnis, dass die Uno das schwache afrikanische Militär in der Krisenregion unterstützen darf.

Der Sudan hat die Stationierung von Kampfhubschraubern und mehr als 3000 UN-Polizisten, Soldaten und Menschenrechtsexperten zur Verstärkung der Truppe der Afrikanischen Union in Darfur endgültig akzeptiert. Ein entsprechendes Schreiben übergab der sudanesische UN-Botschafter Abdalmahmud Abdalhalim UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, wie eine UN-Sprecherin am Montag in New York mitteilte. Den geplanten Ausbau der bisherigen Darfur-Mission in eine gemeinsame 20.000-Mann-Friedenstruppe von Afrikanischer Union und UN lehnt die Regierung in Khartum bisher allerdings noch vehement ab.

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Es sei die aufrichtige Hoffnung des Sudans, dass dieses angeforderte Hilfspaket umgehend realisiert werde, sagte Abdalhalim. Ein Sprecher des Außenministeriums in Khartum bestätigte, dass die sudanesische Regierung die Entsendung von UN-Friedenstruppen akzeptiert habe.

So sah es schon einmal im Dezember aus. Doch kurz nach dem angeblichen Einverständnis ruderte die Regierung dann unter Verweis auf den sudanesischen Präsidenten wieder zurück. Nur Ausrüstung und Logistische Hilfe dürfe die Uno beisteuern, hieß es. Ausländische Soldaten wolle man dagegen nicht ins Land lassen.

Hunderttausende Tote

In Darfur brauchen fast vier Millionen Menschen dringend Hilfe. Wegen der gewaltsamen Übergriffe von Rebellen und Reitermilizen auf humanitäre Helfer haben die meisten Organisationen ihre Lebensmittellieferungen in die Region eingestellt. Die 7000 schlecht ausgerüsteten Soldaten der Afrikanischen Union sind den Herausforderungen in Darfur seit längerem nicht mehr gewachsen.

Der Darfur-Konflikt war vor etwa drei Jahren ausgebrochen. Er entsprang einem Aufstand schwarzafrikanischer Rebellengruppen, der von Khartum mit Hilfe verbündeter Milizen niedergeschlagen werden sollte. Seitdem hat es mehr als 200.000 Tote gegeben, wenigstens zwei Millionen Menschen wurden in die Flucht geschlagen. (nz/AP)

 
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