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Eritrea verbietet Genitalverstümmelung

05. Apr 2007 14:47
Kinder in Afrika
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In Eritrea dürfen ab sofort keine Mädchen mehr beschnitten werden. In zahlreichen Ländern ist die Beschneidung inzwischen verboten, doch praktiziert wird sie immer noch.

Der ostafrikanische Staat Eritrea hat die Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen offiziell verboten. Jeder, der die Beschneidung von Mädchen veranlasst oder durchführt, mache sich strafbar, teilte das Informationsministerium am Donnerstag in der Hauptstadt Asmara mit. «Die Beschneidung ist eine ernste Gefahr für die Gesundheit von Frauen und kann lebensbedrohlich sein.»

Es gebe Kampagnen im ganzen Land, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, hieß es weiter. Nach Informationen der Nationalen Frauenvereinigung von Eritrea sind etwa 90 Prozent aller Mädchen und Frauen beschnitten.

130 Millionen Frauen

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Weltweit sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 130 Millionen Frauen und Mädchen betroffen. Zu den unmittelbaren Gefahren gehören gefährliche Blutungen, Schock, unerträgliche Schmerzen und Infektionen. In den vergangenen Jahrzehnten kam wegen der zum Teil katastrophalen hygienischen Bedingungen auch noch das Aids-Risiko hinzu. Zu den Langzeitfolgen zählen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Abszesse und schmerzhafte Vernarbungen, Schädigungen des Harntrakts, Schmerzen und Missempfinden beim Geschlechtsverkehr und Schwierigkeiten bei der Geburt.

In mehreren Ländern Afrikas sowie in Regionen des Mittleren Ostens und Asiens ist die Beschneidung von Frauen und Mädchen unter Christen und Muslimen weit verbreitet. Er gilt als Initiationsritus und soll Frauen am Ehebruch hindern. Obwohl viele betroffene Länder das Ritual mittlerweile untersagt haben, wird es nach Angaben von Hilfsorganisationen immer noch häufig praktiziert. (dpa/nz)

 
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