Le Pen hatte bei den vergangenen Wahlen 2002 überraschend gut abgeschnitten und den Sozialisten Lionel Jospin mit nur etwa 200.000 Stimmen mehr überrundet. Ein Trauma, das die PS bis heute nicht überwunden hat.Vorbehalte gegen die Wahlcomputer äußerten auch Bayrous Partei UDF sowie die Grünen und die Kommunisten. Die regierende konservative UMP verteidigte dagegen den Einsatz der neuen Technik.
Wo die Maschinen bereitstehen werden, konnten die Gemeinden selbst entscheiden. Einige blieben von vornherein bei den alten Stimmzetteln, um Pannen auszuschließen. Abschreckend waren auch die Kosten von jeweils 5300 Euro pro Rechner.
Eine Nichtregierungsorganisation brachte unterdessen im Internet eine Petition gegen das elektronische Wahlverfahren in Umlauf und sammelte bislang 38.000 Unterschriften.
Aussicht auf Erfolg hat die Initiative allerdings nicht: Frankreichs höchstes Gericht, der Verfassungsrat, hat inzwischen die Zulässigkeit der Wahl per Computer bestätigt.