In Paris wurde nicht ausgeschlossen, dass der 75-Jährige den Zentrumskandidaten François Bayrou (UDF) unterstützen könnte. Als Grund wurde angeführt, dass sich Sarkozy gegen die ausdrückliche Mahnung Chiracs zunehmend auch um die Stimmen der Rechtsextremen bemüht. Die Spekulationen haben nun ein Ende. In einer kurzen Ansprache sagte Chirac am Mittwoch, die Situation sei ganz einfach: «Ich wollte die Gründung der UMP, und diese unterstützt die Kandidatur Nicolas Sarkozys wegen seiner Qualitäten.»
Dass auch er Sarkozy seine Stimme und Unterstützung gebe, sei daher selbstverständlich. Von welchem Nutzen diese ist, steht freilich auf einem anderen Blatt: Eines der zentralen Wahlversprechen Sarkozys ist der «sanfte Bruch» mit der Politik des Amtsinhabers, nach zwölf Jahren Chirac im Élysée-Palast sehnen die Franzosen einen Neuanfang herbei.
Dennoch hatte Sarkozy selbst erklärt, eine Weihung seiner Kandidatur von höchster Stelle wäre «ein wichtiges politisches Ereignis». Am Mittwoch lehnte er eine Stellungnahme zunächst ab.