12. Mrz 2007 20:06
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben US-Beamte mutmaßliche Drahtzieher des 11. September 2001 vernommen – ihr Status bleibt nebulös.
Bei den jüngsten Anhörungen von Häftlingen im US-Gefangenenlager Guantánamo sind zwei mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 vernommen worden. Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi Binalshibh sowie Abu Faraj al-Libi, ein weiterer mutmaßlicher Topterrorist, seien am Wochenende von Militärbeamten befragt worden, teilte Pentagon-Sprecher Bryan Whitman am Montag mit. Weitere Vernehmungen auf dem US-Stützpunkt auf Kuba würden in Kürze folgen. Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.Bei den derzeit laufenden Anhörungen von insgesamt 14 Terrorverdächtigen geht es darum festzustellen, ob diese Männer als «feindliche Kombattanten» eingestuft werden sollen. Dann könnten sie auf unbestimmte Zeit festgehalten und vor ein Militärgericht gestellt werden. Die USA halten in Guantánamo noch etwa 385 Menschen fest, die Verbindungen zur Al Qaeda oder den Taliban haben sollen.
Rechtsexperten haben die Entscheidung kritisiert, bei den jetzigen Anhörungen keine unabhängige Beobachter zuzulassen. Die Nachrichtenagentur AP schrieb einen Protestbrief. Über die vorangegangenen Vernehmungen durften Journalisten mit Einschränkungen berichten. Diesmal aber wurden Sicherheitsbedenken geltend gemacht. (AP)