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Irak bekommt Chaos nicht in den Griff

10. Mrz 2007 15:37
Irakischer Premier Nuri al-Maliki bei der Eröffnung der Konferenz
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In Bagdad hat der irakische Premier Nuri al-Maliki eine Konferenz zur Zukunft seines Landes eröffnet. Unmittelbar neben dem Tagungsort detonierten Mörsergranaten.

Mit einem Appell zur Unterstützung seiner Regierung gegen Extremisten hat der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine internationale Konferenz über die Zukunft seines Landes eröffnet. Er warnte am Samstag in Bagdad davor, dass die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten auf den gesamten Nahen und Mittleren Osten übergreifen könnte.

An dem eintägigen Treffen nahmen unter anderem Delegierte der acht Nachbarländer des Iraks sowie der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat teil. Die Konferenz fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen im irakischen Außenministerium statt, das außerhalb der hermetisch abgeriegelten Grünen Zone liegt.

Tagungsort beschossen

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  • Kurz nach der Eröffnung schlugen in unmittelbarer Nähe des Tagungsorts mindestens zwei Mörsergranaten ein. Bei einem Selbstmordanschlag im schiitischen Viertel Sadr City wurden mindestens zehn Menschen getötet. Der Irak sei zum Schlachtfeld an der Front von Sektierern geworden, sagte Al-Maliki.

    Er benötige deshalb breite Unterstützung, um eine Ausbreitung der Gewalt auf die gesamte Region zu verhindern. Terroristen müssten insbesondere von Waffenlieferungen und finanzieller Hilfe abgeschnitten werden. Ferner sollten sie nicht mehr unter dem Deckmantel der Religion Schutz erhalten, forderte der irakische Regierungschef. Die Konferenz könnte hierbei einen Wendepunkt markieren.

    Überschwappen der Gewalt verhindern

    Kurz nach der Eröffnung schlugen in unmittelbarer Nähe des Tagungsorts mindestens zwei Mörsergranaten ein. Bei einem Selbstmordanschlag im schiitischen Viertel Sadr City wurden mindestens zehn Menschen getötet. Der Irak sei zum Schlachtfeld an der Front von Sektierern geworden, sagte Al-Maliki.

    Er benötige deshalb breite Unterstützung, um eine Ausbreitung der Gewalt auf die gesamte Region zu verhindern. Terroristen müssten insbesondere von Waffenlieferungen und finanzieller Hilfe abgeschnitten werden. Ferner sollten sie nicht mehr unter dem Deckmantel der Religion Schutz erhalten, forderte der irakische Regierungschef. Die Konferenz könnte hierbei einen Wendepunkt markieren.

    Konferenz soll Kontakte ermöglichen

    Wichtigste Aufgabe der Delegierten war es, ein Regionaltreffen auf Ministerebene vorzubereiten. Dieses soll voraussichtlich im April stattfinden. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Delegationen aus Syrien und dem Iran, letzterer wurde vom stellvertretenden Außenminister Abbas Araghtschi vertreten. Beide Länder werden von den USA beschuldigt, irakische Extremisten mit Waffen zu beliefern.

    Es gab Spekulationen, ob es zu bilateralen Gesprächen zwischen amerikanischen und iranischen Vertretern kommen könnte. Der US-Chefdelegierte David Satterfield schloss dies nicht grundsätzlich aus. Konkrete Pläne gab es vorab jedoch nicht. Informelle Kontakte zu ermöglichen galt als wichtigstes inoffizielles Ziel der Konferenz.

    Al-Qaeda-Vertreter festgenommen

    Unterdessen wurde die Festnahme eines ranghohen Vertreters des Terrornetzwerks Al Qaeda bekannt gegeben: Anders als zunächst gemeldet, handele es sich aber nicht um Abu Omar al Baghdadi, sagte ein irakischer Militärsprecher am Samstag. Am Freitag hatte Brigadegeneral Kassim al Mussawi erklärt, Al Baghdadi sei bei einer Razzia in Abu Ghraib bei Bagdad gefasst worden. Ein ebenfalls festgenommener Terrorist habe dessen Identität bestätigt.

    Al Baghdadi gilt als Chef einer mit Al Qaeda verbündeten Gruppe, die für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich gemacht wird. Die US-Streitkräfte nahmen bei landesweiten Razzien 33 Verdächtige fest. Bei einem Bombenanschlag in Ramadi kamen drei irakische Polizisten ums Leben. In Latifija südlich von Bagdad beschossen Bewaffnete eine Gruppe schiitischer Pilger, ein Gläubiger wurde getötet. Bei Angriffen auf Pilger im Osten Bagdads starben zwei Menschen. (AP)

     
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