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Zyprer reißen Mauer zur Türkei ein

09. Mrz 2007 12:00, ergänzt 12:38
Geteilte Insel: Zypern
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Ein Zeichen des guten Willens soll es sein. Doch mit dem Fall der Mauer in der geteilten zyprischen Hauptstadt Nikosia verlangen die griechischen Zyprer auch den Abzug der Türken.

Die griechischen Zyprer haben in der Nacht zum Freitag überraschend ein Teil der Grenzmauer in der geteilten Hauptstadt Nikosia eingerissen. Planierraupen begannen nach Einbruch der Dunkelheit mit den Arbeiten an der Mauer, die den griechischen vom türkischen Teil der Stadt trennt. Der zyprische Regierungssprecher Christodoulos Pashiardis sprach von einem «Zeichen des guten Willens».

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  • Außenminister Georgios Lillikas forderte als Gegenleistung, die türkischen Streitkräfte sollten aus dem Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordzypern abziehen. «Wir erwarten nach diesem einseitigen Beschluss unserer Regierung eine Entscheidung für den Abzug der türkischen Streitkräfte aus dem Gebiet, damit die Grenzübergänge für die Bürger geöffnet werden können», so Lillikas am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Der zyprische Außenminister traf dort mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammen.

    Die EU-Kommission bezeichnete das Einreißen der Mauer als mutigen Schritt. «Ich rufe alle Seiten auf, die Gelegenheit dieser mutigen Entscheidung zu nutzen», sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn. Die türkische Bevölkerung der geteilten Stadt solle nun entsprechend handeln, um einen Durchgang zu schaffen. «Das wäre ein gewaltiger symbolischer Schritt nach vorn.»


    Hintergrund:
    Zypern ist seit 1974 geteilt. Völkerrechtlich anerkannt ist nur die griechischsprachige Republik Zypern im Süden, nicht aber der türkischsprachige Norden. Der EU-Beitritt der geteilten Insel im Jahr 2004, von dem bislang nur die griechischsprachige Republik Zypern profitierte, hat zu erheblichen Irritationen zwischen der EU und der Türkei geführt. (AP)
     
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