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Chinas Führung entdeckt den Umweltschutz

05. Mrz 2007 10:27, ergänzt 13:51
Starke Umweltverschmutzung macht vielen Chinesen zu schaffen
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Die chinesische Wirtschaft soll langsamer wachsen, damit die Umwelt weniger belastet wird: Regierungschef Wen erklärt Energiesparen zur Chefsache.

Mit einem Appell zu mehr Umweltschutz hat der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao in Peking die diesjährige Tagung des Volkskongresses eröffnet. Damit weniger Energie verbraucht werde, müsse sich das Wirtschaftswachstum verringern, sagte Wen am Montag vor etwa 3000 Delegierten in der Großen Halle des Volkes.

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Nach vier Jahren mit etwas mehr als zehn Prozent Wachstum nannte der Regierungschef nun acht Prozent als Vorgabe. «Wir müssen die Einsparung von Energie, die Verringerung des Verbrauchs, den Schutz der Umwelt und eine vorsichtige Landnutzung zum Dreh- und Angelpunkt für die Veränderung der Struktur des Wirtschaftswachstums machen», sagte er. Die Produktivität müsse verbessert und blindes Wachstum vermieden werden. Die Pekinger Staats- und Parteiführung versucht allerdings schon seit längerem vergeblich, das Wachstum zu bremsen, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao
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Regierungschef Wen kritisierte, dass im vergangenen Jahr die Vorgaben für eine Verringerung des Energieverbrauchs um vier Prozent und des Ausstoßes von Schadstoffen um zwei Prozent verfehlt worden seien. Diese «sehr wichtigen» Ziele im Fünf-Jahres-Plan bis 2010 müssten aber eingehalten werden, betonte er.

Der Regierungschef beklagte, örtliche Behörden und Unternehmen hätten Vorschriften für den Energieverbrauch und den Umweltschutz nicht strikt eingehalten.

Fabriken werden geschlossen

Mitte Februar war bereits bekannt geworden, dass die Regierung in Peking zwölf Fabriken wegen starker Umweltverschutzung schließen lässt. Die staatliche Umweltbehörde gab auf ihrer Website bekannt, 70 weitere Werke seien dazu angehalten worden, die Umweltstandards zu befolgen. Von den Schließungen sind demnach eine Metallfabrik, Stahlunternehmen und eine Holzkohle-Anlage betroffen. Der Investitionswert der Firmen wurde mit 258 Millionen Dollar angegeben. (nz/dpa)

 
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