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Taliban führen Warteliste für Selbstmordattentäter

02. Mrz 2007 10:52
Bündnisgenosse der Taliban: Osama bin Laden
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Bei ihrer Frühjahrsoffensive wollen die Taliban in Afghanistan hunderte Selbstmord-Attentäter einsetzen. Ein hochrangiges Mitglied der Miliz wurde in Pakistan gefasst.

In Afghanistan steht laut dem Taliban-Militärführer Mullah Dadullah eine Armee aus hunderten potenziellen Selbstmord-Attentätern bereit, um gegen die rund 35.000 Nato-Soldaten im Land zu kämpfen.

Die Taliban würden sich an den Amerikanern rächen - in und außerhalb Afghanistans, sagte Dadullah in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CNN.

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Unzählige Kämpfer seien bereit, sich in die Luft zu sprengen, so Dadullah. Hunderte hätten sich bereits registrieren lassen, weitere stünden auf einer Warteliste. «Jeder will als Erster eingesetzt werden.»

Bei den Vorbereitungen auf die Frühjahrsoffensive stehe er in regelmäßigem Kontakt mit Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden, sagte Dadullah. Al Qaeda stehe fest auf der Seite der Taliban: «Wir ziehen gemeinsam auf das Schlachtfeld».

Hochrangiger Taliban gefasst

Mehrere pakistanische Medien berichteten unterdessen, dass die Sicherheitskräfte einen Stellvertreter von Taliban-Chef Mullah Omar festgenommen hätten. Mullah Obaidullah Achund, der als Nummer drei in der Führungsriege der Rebellen gilt, sei in der südwestpakistanischen Stadt Quetta gefasst worden. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.

Quetta gilt als Zufluchtsort hochrangiger Taliban-Kader. Die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan teilten mit, am Freitag seien in der an Pakistan angrenzenden Provinz Paktika ein «bekannter Terrorist» und sieben Verdächtige gefangen genommen worden. Die Männer hätten sich ergeben. Nähere Angaben zu den Gefangenen machte die Koalition nicht.

Sollte sich die Festnahme Achunds bestätigen, wäre es der schwerste Schlag gegen die Taliban seit dem Sturz ihres radikal-islamischen Regimes in Afghanistan Ende 2001.

Früherer afghanischer Verteidigungsminister

Achund ist Teil des zehnköpfigen Führungsrates der Rebellen und war während der Taliban-Herrschaft afghanischer Verteidigungsminister. Wie unter anderem die Zeitung «Dawn» berichtete, wurde er bereits am Montag festgenommen. Am selben Tag war US-Vizepräsident Dick Cheney in Islamabad. Cheney hatte den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf bei seinem Besuch dazu gedrängt, härter gegen die Taliban vorzugehen.

US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan teilten mit, am Freitag seien in der an Pakistan angrenzenden Provinz Paktika ein «bekannter Terrorist» und sieben Verdächtige gefangen genommen worden. Die Männer hätten sich ergeben. Nähere Angaben zu den Gefangenen machte die Koalition nicht. (nz/dpa)

 
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