01. Mrz 2007 13:08
Italiens Regierungschef Prodi hat zwar Rückendeckung vom Senat erhalten - innerhalb seines Bündnisses wird jedoch weiter gestritten.
Prodis Anhänger sind zugleich erleichtert und skeptisch. Vorerst scheint die Regierungskrise überwunden. Dass sich die tief gespaltene Olivenbaum-Koalition auf Dauer an der Macht halten kann, ist allerdings nicht garantiert.Durch das Mitte-links-Lager sei ein «Seufzer der Erleichterung» gegangen, schreibt die Zeitung «La Repubblica». Doch Realisten müsste sich klar sein, dass man mit einer derart knappen Mehrheit nicht wirklich regieren könne. Die wichtigste politische Aufgabe in Italien sei daher eine Reform des Wahlrechts.
Laut der Mailänder Zeitung «Corriere della Sera» gibt es «ziemlichen Zweifel über die Dauer dieser Regierung und dieser Legislatur». Uneinigkeit innerhalb der Koalition herrsche vor allem in der Frage der weiteren militärischen Präsenz in Afghanistan, bei der Rentenreform und bei den Staatsausgaben.«