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Schwarzenegger als Umweltsünder am Pranger

28. Feb 2007 13:27
Arnold Schwarzenegger
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Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger und Ex-Präsidentschafts- Kandidat Gore machen sich öffentlich für Klimaschutz stark. Dabei sind sie selbst keine großen Vorbilder.

Politiker, die in der Öffentlichkeit für Umweltschutz werben und selbst ganz anders handeln, sorgen in den USA für Empörung.

Wie die «Los Angeles Times» am Mittwoch berichtet, zeigen Klimaschützer mit dem Finger auf den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der die Bürger zum Energiesparen anhält, während er sich in geleasten Geschäftsreise-Flugzeugen durch das Land bewegt. Der Republikaner verteidigt sich damit, dass er seine Zeit flexibel planen müsse.

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Auch dem Demokraten Al Gore, der sich bei der Präsidentschaftswahl 2000 George W. Bush geschlagen geben musste, ist nicht unbedingt ein Vorbild. Konservative Bürgerrechtler hielten ihm vor, in seinem Haus in Nashville im Bundesstaat Tennessee monatlich für 1200 Dollar Strom verbraucht zu haben. Gore, der mit dem Film «Eine unbequeme Wahrheit» vor einer Klimakatastrophe warnt, hat inzwischen Investitionen in erneuerbare Energien zugesagt, um seinen privaten Verbrauch auszugleichen.

Widersprüchlich erscheint auch das Verhalten der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein, die sich für einen sparsamen Einsatz von Geschirrspülern einsetzt, selbst aber häufig in dem zweistrahligen Gulfstream-IV-Flugzeug ihres Ehemannes unterwegs ist.

Erhebliche CO2-Belastung

Umweltexperten weisen laut der Zeitung darauf hin, dass eine solche Maschine auf einem einzigen Flug durch die USA fast doppelt soviel Kohlendioxid produziert wie ein Durchschnittsbürger in einem ganzen Jahr.

Schwarzenegger und Feinstein gehen nun in die Defensive. Das Büro des Gouverneurs kündigte an, dass Schwarzenegger zum Ausgleich für die durch seine Reisen verursachte Umweltbelastung Geld an Produzenten erneuerbarer Energien und Umweltorganisationen zahlen werde.

Das so genannte «carbon offset»-Programm werde gemeinsam mit einer Flugzeugleasing-Firma aufgelegt, daran sollten sich auch andere Kunden beteiligen, hieß es. Feinstein gab an, bereits im vergangenen Jahr ähnliche Entschädigungen für ihre Reisen geleistet zu haben. (nz)

 
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