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Ex-Minister soll an Darfur-Morden beteiligt sein

27. Feb 2007 16:00
Flüchtlinge in Darfur
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Der Internationale Gerichtshof hat Namen von Beschuldigten genannt, die Menschenrechts-Verbrechen im Südsudan begangen haben sollen. Unter ihnen ist auch ein früheres Mitglied der Regierung.

Der Internationale Strafgerichtshof (IGH) will einen ehemaligen Minister der Regierung von Sudan für die Massaker in der Krisenregion Darfur zur Rechenschaft ziehen. Chefankläger Luis Moreno-Ocampo nannte am Dienstag erstmals die Namen von Beschuldigten.

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Der ehemalige Staatsminister im Innenministerium in Khartum, Ahmed Mohammed Harun, trage die Verantwortung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für Kriegsverbrechen in mindestens 51 Fällen, sagte Moreno-Ocampo.

Beschuldigt wurde auch ein als Ali Kuschaib bekannter Kommandeur der arabischen Dschandschawid-Reitermilizen. Diesen Milizen wird seit langem vorgeworfen, mit Unterstützung der Regierung in Khartum rücksichtslos gegen die afrikanische Bevölkerung in der Provinz Darfur vorzugehen.

Nach Schätzungen wurden in dem Konflikt bislang mehr als 300.000 Menschen getötet, mehr als zwei Millionen wurden vertrieben. Es gebe ausreichend Beweise dafür, dass Harun und Kuschaib gemeinsam und mit anderen für Angriffe auf die Zivilbevölkerung verantwortlich sein, versicherte der Chefankläger.

Moreno-Ocampo übergab das Ergebnis seiner Ermittlungen dem Gericht. Es blieb zunächst offen, ob und wann Anklage erhoben wird und ob es Haftbefehle geben wird. (nz/dpa)

 
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