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Großrazzia im Westjordanland

25. Feb 2007 14:58
Ausschreitungen nach Razzia in Nablus
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Bei einem Großeinsatz der israelischen Armee in der Stadt Nablus sind mindestens 30 Palästinenser festgenommen worden. Es sei eine Aktion gegen die «Terror-Infrastruktur» gewesen, so die Begründung.

Bei einem israelischen Großeinsatz in der Palästinenserstadt Nablus im nördlichen Westjordanland sind am Sonntag mindestens 30 Menschen festgenommen worden. Der israelische Rundfunk meldete ferner, zwei Soldaten seien bei der Explosion eines Sprengsatzes verletzt worden.

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Die Armee war in den frühen Morgenstunden auf der Suche nach militanten Palästinensern mit zahlreichen Truppen in die Stadt eingerückt. Palästinensische Augenzeugen berichteten, etwa 60 Militärfahrzeuge und einige Bulldozer seien in den Bereich der Altstadt gerollt. Sie hätten dort eine Ausgangssperre verhängt und an einigen Häusern Position bezogen. Auch das örtliche Krankenhaus sei umstellt und die Einfahrten zur Stadt blockiert worden.

Ein Armeesprecher teilte mit, es handele sich um eine Aktion gegen die «Terror-Infrastruktur» in Nablus. Am Wochenende hätten Soldaten im Bereich der Kasba (Altstadt) eine Sprengstoffwerkstatt entdeckt. Israelische Medien berichteten, es handele sich um einen zeitlich nicht begrenzten großen Einsatz in der Stadt im nördlichen Westjordanland. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, es handele sich um den größten Einsatz in Nablus seit fünf Jahren. Die Armee dementierte dies jedoch und verwies auf mehrere Vorstöße im vergangenen Jahr.

Bei neuen bewaffneten Konfrontationen im Gazastreifen waren am Samstag nach Krankenhausangaben fünf Palästinenser getötet worden. Es habe sich um Kämpfe zwischen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas und Angehörigen von Opfern früherer Gewalttaten gehandelt, hieß es im südlichen Chan Junis. Insgesamt hatte sich Lage im Gazastreifen, wo sich Anhänger von Hamas und der Fatah wochenlang
bekämpft hatten, in den vergangenen zwei Wochen entspannt. (dpa)

 
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