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Cheney warnt vor Wettrüsten Chinas

23. Feb 2007 12:27
US-Vizepräsident Cheney bei einem Besuch in Australien
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Die USA loben das Engagement Chinas im Nordkorea-Konflikt - und sehen Peking zugleich als gefährlichen militärischen Rivalen.

Mit unverhohlenem Misstrauen hat sich US-Vizepräsident Dick Cheney bei einem Staatsbesuch in Australien zu Chinas Militärpolitik geäußert.

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  • Zwar habe die Pekinger Führung maßgeblich dazu beigetragen, dass bei den Sechser-Gesprächen in der chinesischen Hauptstadt ein Nuklearabkommen mit Nordkorea zu Stande gekommen sei, sagte Cheney. Zugleich warnte er vor einem massiven Ausbau des chinesischen Militärarsenals.

    «Die Chinesen haben verstanden, dass Nordkorea ihre eigene Sicherheit bedrohen würde», zitiert die britische BBC am Freitag Cheney. Mit «anderen Aktionen» habe die Peking aber auch eine andere Botschaft gesandt.

    Cheney verwies darauf, dass China im Januar einen alten Wettersatelliten im All gezielt abgeschossen habe. Er warf dem kommunistischen Staat zudem ein «kontinuierliche, beschleunigtes Aufrüsten» vor. Dies stehe im Widerspruch zu den Beteuerungen Chinas, das Land wolle sich friedlich weiterentwickeln.

    Skeptisch sieht die US-Regierung aber auch die Rolle Nordkoreas. Es sei fraglich, ob das Land seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen einhalten werde, sagte Cheney. Die USA hielten deshalb ihre Augen offen.

    In dem Mitte Februar geschlossenen Abkommen hat sich Pjöngjang dazu bereiterklärt, sein Nuklearprogramm schrittweise abzubauen. Im Gegenzug soll das kommunistische Land umfangreiche Energielieferungen erhalten.

    Proteste von Kriegsgegnern

    Zum Krieg im Irak würdigte Cheney die Unterstützung des australischen Ministerpräsidenten John Howard. Mit der Entsendung von 2000 Soldaten in den Irak habe sich Australien den Respekt der Welt verdient, sagte Cheney.

    Die USA seien weiter entschlossen, den Militäreinsatz zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Vor dem Gebäude, in dem Cheney seine Rede hielt, demonstrierten etwa 50 Kriegsgegner gegen den Besuch des US-Vizepräsidenten. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden drei Personen festgenommen. (nz)

     
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