18.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bulgarische Krankenschwestern
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die in Libyen zum Tode verurteilen bulgarischen Krankenschwestern kämpfen weiter um Gnade. Sie klagen gegen das Urteil.
Der Anwalt der in einem umstrittenen Aids-Prozess in Libyen zum Tode verurteilten fünf bulgarischen Krankenschwestern hat am Samstag eine Klage gegen die Todesurteile eingereicht.
Osman Bisanti habe die Klage mit dem «gesamten Verlauf» des Gerichtsprozesses begründet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur BTA in Sofia. Die Frist für mögliche Klagen laufe an diesem Samstag ab. Die nächste Sitzung des Obersten Gerichts von Libyen soll innerhalb von drei Monaten einberufen werden.
Ein libysches Gericht hatte am 19. Dezember 2006 die im Mai 2004 verhängten Todesurteile bestätigt. Den Bulgarinnen wird vorgeworfen, mehr als 400 libysche Kinder vorsätzlich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben.
Experten führten den Aids-Ausbruch in dem Kinderkrankenhaus in Bengasi dagegen auf katastrophale hygienische Zustände noch vor dem Eintreffen der Bulgarinnen zurück. Die Frauen werden seit Februar 1999 in Lybien festgehalten. Die USA und die EU, der Bulgarien seit 1. Januar angehört, hatten sich zur Freilassung der Krankenschwestern eingesetzt. (dpa)