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Uno warnt vor Genozid im Tschad

16. Feb 2007 15:34
Flüchtlinge im Tschad
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Im Osten des Tschad haben Milizen hunderte Menschen getötet. Die Vereinten Nationen befürchten einen Völkermord wie einst in Ruanda.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) haben berittene Dschandschawid-Milizen im Tschad beschuldigt, hunderte Menschen getötet zu haben. Es sei zu befürchten, dass es in dem nordafrikanischen Land einen Völkermord ähnlich wie in Ruanda 1994 geben werde, sagte UNHCR-Sprecher Matthew Conway am Freitag im britischen Rundfunksender BBC.

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110.000 Menschen seien zudem aus ihren Dörfern nahe der Grenze vertrieben worden. Laut Conway haben sich den vom Sudan aus operierenden Milizen inzwischen Kämpfer aus dem Tschad angeschlossen. Diese erhalten im Kampf gegen Rebellen Unterstützung von der sudanesischen Armee.

Besonders besorgt ist das UNHCR über das Schicksal der mehr als 200.000 Darfur-Flüchtlingen im Osten des Tschad. Der Konflikt in Darfur, in dem nach Schätzungen rund 200.000 Bewohner der kargen Wüstenregion getötet und mehr als 2,5 Millionen Menschen vertrieben worden sind, hält seit vier Jahren an.

Der Vorschlag der Uno, Blauhelme zum Schutz der Bevölkerung nach Darfur zu entsenden, scheitert am Widerstand der sudanesischen Regierung. Eine Friedenstruppe auf tschadischer Seite der Grenze wird derzeit im UN-Sicherheitsrat diskutiert. (nz/epd)

 
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