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IAEA kündigt Kontrollen in Nordkorea an

14. Feb 2007 10:53
El Baradei
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Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA wird nach dem Einlenken Nordkoreas im Streit um sein Atomwaffenprogram die Inspektionen in dem kommunistischen Land wieder aufnehmen.

Das hat IAEA-Generalsekretär Mohammed el Baradei nach Medienberichten bei einem Besuch in Luxemburg angekündigt. Zuvor hatte Nordkorea bei den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking zugesagt, das Atomwaffenprogramm im Gegenzug für Energie- und Wirtschaftshilfen schrittweise aufzugeben.

International wurde die Einigung begrüßt. US-Präsident George W. Bush zeigte sich erfreut. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, der Vorgang zeige, dass die internationale Gemeinschaft Erfolg haben könne, wenn sie gemeinsam auftrete.

Mehr in der Netzeitung:
  • US-Hardliner attackieren Bush wegen Nordkorea 13. Feb 2007 18:01
  • USA loben Nordkorea-Einigung 13. Feb 2007 15:31
  • Nordkorea will Atomprogramm beenden 13. Feb 2007 10:06, ergänzt 12:02
  • «Die IAEA wird nach Nordkorea zurückgehen, um sicherzustellen, dass alle nuklearen Aktivitäten friedliche Ziele haben», sagte Baradei in Luxemburg. Nordkorea hatte die Zusammenarbeit mit der Wiener Atombehörde vor vier Jahren ausgesetzt und die Inspekteure des Landes verwiesen. Die Rückkehr der IAEA-Inspekteure hatte Pjöngjang bei den Gesprächen in Peking ebenfalls zugesichert.

    Nordkorea sagte bei den Sechs-Länder-Gesprächen zu, seine einzige Atomanlage innerhalb von 60 Tagen «mit dem Ziel einer letztendlichen Aufgabe zu schließen und zu versiegeln». Für die Schließung des Atomreaktors und der Anlage zur Wiederaufbereitung in Yongbyon fließen innerhalb von 60 Tagen 50 000 Tonnen Heizöl als Soforthilfe. Weitere Wirtschafts- und Energiehilfen in einem Umfang von 950 000 Tonnen Heizöl sollen folgen, wenn «alle Nuklearprogramme offen gelegt und alle bestehenden nuklearen Einrichtungen untauglich gemacht sind». Alle fünf Parteien, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland teilen sich die Last. Die USA und Japan sagten direkte Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen und eine Aufhebung von Handelsbarrieren zu.

    Die Gespräche hätten sich als bester Weg erwiesen, um mit diplomatischen Mitteln Nordkoreas Nuklearprogramm zu begegnen, heißt es in einer am Dienstag in Washington veröffentlichten Stellungnahme des US-Präsidenten. Das Abkommen mit Nordkorea sei ein erster Schritt zu dem gemeinsam vereinbarten Ziel eines Nuklearwaffen-freien Koreas, so Bush weiter.

    Bundeskanzlerin Merkel sprach in Berlin von einem «Fortschritt». Man müsse allerdings schauen, ob dies ein lang anhaltender Fortschritt sei. Ein Erfolg könne auch Wirkung auf den Iran haben, sagte Merkel. (dpa)

     
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