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In Berlin ging Nordkorea in die Knie

14. Feb 2007 11:44, ergänzt 13:25
Ein Sieg der konspirativen Diplomatie war das Treffen in Berlin
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Peking gilt als Ort des Durchbruchs im Atomstreit mit Nordkorea. Doch ein US-Beamter verriet, dass eine andere Stadt diesen Titel viel eher verdient: Berlin.

Offiziell waren es die Sechsergespräche in Peking, die die Einigung mit Nordkorea im Streit über dessen Atomprogramm brachten. Doch wie immer gibt es zu der offiziellen auch eine inoffizielle Wahrheit: Ein bilaterales Treffen an einem ganz anderen Ort habe den Durchbruch möglich gemacht, berichtet die «New York Times» - im Januar in Berlin.

Mehr in der Netzeitung:
  • US-Hardliner attackieren Bush wegen Nordkorea 13. Feb 2007 18:01
  • Nordkorea will Atomprogramm beenden 13. Feb 2007 10:06, ergänzt 12:02
  • Das amerikanische Verhandlungsteam habe Ende Dezember - als jegliche Lösungsansätze im Atomstreit am nordkoreanischen Widerstand zu scheitern drohten - einen Abgesandten zur Botschaft Nordkoreas in Peking geschickt. Ob die Führung in Pjöngjang an einem Zweiergespräch interessiert sei? «Ja, in Berlin», hieß die Antwort laut einem US-Beamten, der anonym bleiben will.

    Der US-Gesandte Christopher Hill habe sich dann tatsächlich mit dem Gesandten aus Nordkorea, Kim Kye-gwan, in der deutschen Hauptstadt getroffen. Wo genau, bleibt ebenso geheim wie die Details des konspirativen Gesprächs.

    Fest steht laut der «New York Times» einzig, dass dieses erste inoffizielle US-nordkoreanische Treffen außerhalb der Sechsergruppe - ein Vorgehen, dass die Bush-Regierung bisher immer untersagte - die Kontrahenten einander näher brachte.

    Zwar seien Teile der in Berlin erreichten Verständigung später wieder zurückgenommen worden, hieß es. Die Sechsergruppe der Vertreter aus USA, Nordkorea, China, Japan, Russland und Südkorea habe noch kräftig weiter verhandeln müssen. Doch der erste Schritt sei weit weg von alledem gegangen worden, im einst ebenso wie Korea heute in zwei Teile geteilten Berlin. (nz)

     
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