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USA loben Nordkorea-Einigung

13. Feb 2007 15:31
US-Unterhändler Hill
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Nach der Einigung mit Nordkorea rechnet die US-Regierung mit dem kompletten Abbau des Atomarsenals Pjöngjangs. Japan verlangt ein Entgegenkommen bei der Klärung von Entführungsfällen.

Der amerikanische Unterhändler bei den Sechsergesprächen mit Nordkorea, Christopher Hill, sieht das Atomabkommen als «guten ersten Schritt» hin zu einer «vollständigen nuklearen Abrüstung» Pjöngjangs.

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Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess komme China zu, betonte er in einem am Dienstag gesendeten Interview des US-Nachrichtensenders CNN. Das Regime in Nordkorea hänge in starkem Maße von Peking ab.

Allein könnten die USA Nordkorea nicht zur Umkehr zwingen, so Hill. Deswegen sei es auch so wichtig, dass das Abkommen im Rahmen der Sechs-Länder-Gespräche erfolgt sei. Nordkorea sei nun «bestimmte Verpflichtungen» eingegangen.

Der US-Diplomat widersprach heftig der Kritik des ehemaligen UN-Botschafters der USA, John Bolton. Dieser hatte das in Peking geschlossene Abkommen als einen «sehr schlechten Vertrag» bezeichnet, der vor allem an Teheran eine «falsche Botschaft» der amerikanischen Schwäche sende.

Das jetzige Abkommen sei der Beginn eines wichtigen Prozesses, betonte dagegen Hill. Es gehe um eine «umfassend neue Haltung» Nordkoreas, die es jetzt gebe. Eine der wichtigsten Herausforderungen sei nun, die Arbeit der internationalen Inspektoren für Nordkorea in die Wege zu leiten.

Entführte Japaner womöglich noch am Leben

Japan stellte unterdessen eigene Bedingungen für eine Beteiligung an den in dem Abkommen vereinbarten Energielieferungen. Tokio erwartet von Pjöngjang Fortschritte in der Frage der Entführungen von Japanern durch das kommunistische Regime. Die Haltung seines Landes sei diesbezüglich unverändert, sagte der japanische Außenminister Taro Aso laut der Nachrichtenagentur Kyodo.

Zuvor hatten sich die Teilnehmer an den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking - neben Japan die beiden koreanischen Staaten, die USA, China und Russland - auf Energiehilfen für Nordkorea im Gegenzug für die Aufgabe von dessen Atomprogramm geeinigt.

Japan sei allerdings bereit, sich an einer Bestandsaufnahme zum nordkoreanischen Energiemangel zu beteiligen, wurde der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe zitiert.

Nordkorea hatte 2002 zugegeben, für die Entführung von 13 Japanern verantwortlich gewesen zu sein. In der Folge konnten fünf der Verschleppten nach Japan zurückkehren. Pjöngjang hat erklärt, dass die übrigen acht Opfer tot seien und Aufklärungsarbeit beendet sei.

Japan dagegen besteht darauf, dass es mehr als nur 13 Entführungsfälle gebe. Zudem soll es Indizien geben, dass die von Nordkorea für tot erklärten Opfer noch leben. (nz)

 
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