Japan stellte unterdessen eigene Bedingungen für eine Beteiligung an den in dem Abkommen vereinbarten Energielieferungen. Tokio erwartet von Pjöngjang Fortschritte in der Frage der Entführungen von Japanern durch das kommunistische Regime. Die Haltung seines Landes sei diesbezüglich unverändert, sagte der japanische Außenminister Taro Aso laut der Nachrichtenagentur Kyodo.Zuvor hatten sich die Teilnehmer an den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking - neben Japan die beiden koreanischen Staaten, die USA, China und Russland - auf Energiehilfen für Nordkorea im Gegenzug für die Aufgabe von dessen Atomprogramm geeinigt.
Japan sei allerdings bereit, sich an einer Bestandsaufnahme zum nordkoreanischen Energiemangel zu beteiligen, wurde der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe zitiert.
Nordkorea hatte 2002 zugegeben, für die Entführung von 13 Japanern verantwortlich gewesen zu sein. In der Folge konnten fünf der Verschleppten nach Japan zurückkehren. Pjöngjang hat erklärt, dass die übrigen acht Opfer tot seien und Aufklärungsarbeit beendet sei.
Japan dagegen besteht darauf, dass es mehr als nur 13 Entführungsfälle gebe. Zudem soll es Indizien geben, dass die von Nordkorea für tot erklärten Opfer noch leben. (nz)