13. Feb 2007 09:22
Bei einem Anschlag im Libanon sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Zwei Busse wurde durch die Sprengsätze fast völlig zerstört.
Einen Tag vor dem Jahrestag des Hariri-Mordes sind im Libanon acht Menschen einem Sprengstoffanschlag zum Opfer gefallen. Das bestätigten Krankenhausärzte in der Metn-Region nordöstlich von Beirut. Mindestens elf weitere Menschen seien schwer verletzt worden, als am Dienstag in der vorwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Ain Alak kurz hintereinander Sprengsätze in zwei Bussen detonierten. In den Busse saßen Libanesen, die auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule waren, unter ihnen mehrere Jugendliche. Nach Angaben von Anwohnern gehörten beide Busse privaten Transportfirmen. Eine dieser Firmen werde von einem Angehörigen der Gemajel-Familie betrieben, hieß es. Die Familie Gemajel, die seit Jahrzehnten in der libanesischen Politik aktiv ist, hat in Bikfaja, einem Nachbarort von Ain Alak, ihren Stammsitz. Der Industrieminister Pierre Gemajel war im vergangenen November einem Anschlag zum Opfer gefallen.
An diesem Mittwoch wollen in Beirut Tausende des Attentats an Ex- Regierungschef Rafik Hariri vom 14. Februar 2005 erinnern. Die Hariri-Anhänger unterstützen die Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora, deren Sturz die von der Schiiten-Bewegung Hisbollah angeführte Opposition erreichen will. Der Libanon wird seit über zwei Jahren von einer Welle von Attentaten erschüttert, die sich bisher vorwiegend gegen Politiker richteten, die den Einfluss Syriens im Lande zurückdrängen wollen. (dpa)