Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Chronologie: Teherans Atompläne

11. Feb 2007 23:17, ergänzt 24. Apr 2007 10:34
Bereits Mitte der 70er Jahre startete Teheran sein Atomprogramm - mit Unterstützung der USA. Zum Streit kam es 2002, als die USA geheime nukleare Einrichtungen entdeckten.

Juni 2003: Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Mohammed el Baradei, wirft Teheran vor, Atomaktivitäten verschwiegen zu haben.

November/Dezember 2003: Das iranische Programm zur Anreicherung von Uran wird gestoppt und ein Abkommen unterzeichnet, das unangekündigte Nuklear-Kontrollen ermöglicht.

September 2004: Der Iran nimmt das Programm zur Urananreicherung in Isfahan wieder auf, stellt es im November jedoch erneut ein.

August 2005: Nach mehrmonatiger Pause nehmen Techniker in Isfahan die Arbeit wieder auf. Eine Anreicherung soll nicht stattfinden.

Februar 2006: Im Iran werden Spuren hoch angereicherten Urans gefunden. Die IAEO schaltet den UN-Sicherheitsrat ein.

März 2006: Gespräche zwischen dem Iran sowie Großbritannien, Frankreich und Deutschland («EU-3») scheitern. Die Urananreicherung auf russischem Boden lehnt Teheran ebenfalls ab. Der Sicherheitsrat fordert ein Ende der Anreicherung im Iran bis Ende April.

April 2006: Teheran verkündet die erfolgreiche Urananreicherung und lässt die UN-Frist verstreichen.

Juni 2006: EU-Chefdiplomat Javier Solana überreicht in Teheran ein Anreizpaket der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Russlands und Chinas (Vetomächte im Sicherheitsrat) sowie Deutschlands zum Verzicht auf die Anreicherung.

Juli 2006: Der Sicherheitsrat setzt Teheran eine Frist bis Ende August, die Urananreicherung einzustellen.

August 2006: Der Iran bezeichnet das Paket der sechs Staaten als «unausgewogen». In Arak wird eine Schwerwasser-Anlage eingeweiht.

14. November 2006 - Die IAEA stellt in einem weiteren Bericht fest, dass der Iran trotz der angedrohten Sanktionen nicht voll mit der UN-Kontrollbehörde zusammenarbeitet.

23. Dezember 2006 - Der UN-Sicherheitsrat stimmt mit 15-0 Stimmen für Sanktionen und gibt dem Land 60 Tage lang Zeit, seine Urananreicherung auszusetzen.

21. Februar 2007 - Die Frist von 60 Tagen läuft ab, ohne dass Iran einlenkt.

15. März 2007 - Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland einigen sich darauf, die Sanktionen zu verschärfen.

24. März 2007 - Der UN-Sicherheitsrat beschließt härtere Sanktionen. Sie betreffen iranische Waffenexporte sowie die Ausweitung der schon bestehenden Finanzsanktionen. Der Iran will sein Atomprogramm dennoch fortsetzen.

9. April 2007 - Der Iran verkündet, Kernbrennstoff industriell herstellen zu können. In bis zu 50.000 Zentrifugen wolle man Uran anreichern. Am 18. April bestätigt die IAEA den Beginn der Anreicherug. (nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Der mächtigste Vize-Präsident aller Zeiten: 
US-Vizepräsident Cheney bereut nichts
Bereitschaftsdienst: 
Parlament kämpft gegen Dauerarbeit
 
Kritik an EU-Klimabeschluss: 
Merkels «Kniefall vor der Industrie»
 
150 Lkws in Peschawar angezündet: 
Taliban zerstören Nato-Truppennachschub
BND-Untersuchungsausschuss: 
Brisante Daten, laxe Kontrolle
 
Israelisch-palästinensischer Krieg: 
EU und Nahost-Quartett verlangen Feuerpause
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.