Libyen erwartet «Happy End» statt Exekutionen
29.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Er sei von seinem Vater beauftragt worden, «möglichst bald» einen Ausweg zu finden. Dabei gehe es um einen «Kompromiss», der eine Hinrichtung der seit acht Jahren in Libyen inhaftierten Bulgarinnen ausschließe, sagte der Gaddafi-Sohn, der eine humanitäre Stiftung namens «Gaddafi» leitet. Er habe den Vorschlag «bereits mit dem deutschen und jetzt auch mit dem französischen Außenminister» erörtert. «Ich hoffe, es wird bald ein Happy End geben», sagte er.
Der Plan sehe eine «ernst zu nehmende Abfindung» für die Familien der an Aids erkrankten libyschen Kinder vor. Zudem solle es einen Dialog zwischen den betroffenen Familien und EU-Vertretern geben, die «Mitleid mit deren Schmerz» zeigen sollten, sagte Al-Gaddafi. Seine Stiftung «Gaddafi» wolle die Familien im Gegenzug überzeugen, auf eine Vollstreckung der Urteile zu verzichten. Die Regierungen von Libyen und Bulgarien sowie die EU müssten die Kosten für die Behandlung der an Aids erkrankten Kinder übernehmen. «Der größere Teil» der Finanzmittel müsse aus einem entsprechenden internationalen Fonds aus der EU kommen, forderte er. (nz)

