17. Jan 2007 20:20
Geht es nach dem UN- Sicherheitsrat, werden so schnell wie möglich Blauhelme an der Grenze zum Sudan stationiert. Das Land lehnt das jedoch ab.
Zur Begründung hieß es, Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen in den beiden Ländern hätten das Grenzgebiet höchst unsicher gemacht. Außerdem werde die Lage durch die Gewalt in der angrenzenden sudanesischen Krisenregion Darfur verschärft. Der Tschad und die Zentralafrikanische Republik haben grundsätzlich ihr Einverständnis für die Stationierung einer UN-Truppe im Grenzgebiet signalisiert, der Sudan verweigert nach wie vor seine Zustimmung zu einem Einsatz von Blauhelmsoldaten. Unterdessen warnten zahlreiche UN- und Hilfsorganisationen in einem gemeinsamen Appell vor einer weiteren Zuspitzung der Lage in Darfur. Allein in den vergangenen sechs Monaten seien mehr als 250.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. Außerdem sei der Zugang für die Hilfsorganisationen zunehmend gefährdet: «Wenn die Situation anhält, werden der humanitäre Einsatz und die Versorgung der Bevölkerung unwiederbringlich aufs Spiel gesetzt.» Im vergangenen halben Jahr seien bereits zwölf Einsatzkräfte ums Leben gekommen - mehr als in den beiden vorhergehenden Jahren zusammen. (nz)