netzeitung.deKowtun verteidigt sich nach Polonium-Fund

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Dmitri Kowtun (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Dmitri Kowtun
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Im Fall des ermordeten Ex-Spions Litwinenko hat sich der gesundheitliche Zustand des russischen Geschäftsmanns Kowtun nach dessen Angaben deutlich gebessert. Zu den gefundenen Polonium-Spuren schilderte er seine Version.

Dem im Zusammenhang mit der Polonium-Affäre um den Tod des Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko abgetauchten russischen Geschäftsmann Dmitri Kowtun geht es laut «Spiegel-TV» besser. In einem Telefon-Interview sagte Kowtun, der sich nach eigenen Angaben in einer Moskauer Klinik befindet, am Dienstag: «Es geht mir von Tag zu Tag besser.

Meine Werte sind fast normal. Die Ergebnisse sind sehr gut, und ich hoffe, bis Ende der Woche aus dem Krankenhaus entlassen zu werden.» In einem Hamburger Mietshaus, in dem Kowtun übernachtet hatte, hatte die Polizei Spuren von Polonium entdeckt. Kowtun traf den inzwischen an Polonium-Strahlung verstorbenen Ex-Agenten Litwinenko in London.

«Ich kann mir die Polonium-Spuren nur so erklären, dass ich sie aus London mitgebracht habe, als ich mich dort am 16., 17. und 18. Oktober mit Alexander Litwinenko getroffen habe», sagte Kowtun weiter. «Die Spuren halten bekanntlich sehr lange, und wenn man anschließend durch die Welt reist, hinterlässt man sie überall».

Nachdem an mehreren Orten in Hamburg Polonium-Spuren gefunden wurden, ermittelt nun die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Kowtun wegen unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Substanzen. Dazu sagte der russische Geschäftsmann: «Ich habe der deutschen Öffentlichkeit große Probleme bereitet. Durch mich sind all diese Unannehmlichkeiten nach Deutschland gekommen. Meine Familie ist selbst stark davon betroffen. Ich fühle mich schuldig, dass ich soviel Aufregung verursacht habe in Hamburg, meiner Lieblingsstadt». (nz)