Chronologie des Falles Litwinenko
12. Dezember: Dem russischen Zeugen Kowtun, der in einer Moskauer Klinik auf Strahlenschäden untersucht wird, geht es nach eigenen Angaben besser.
11. Dezember: In Hamburg werden bei mindestens vier Menschen, die mit Kowtun in Kontakt standen, Anzeichen für eine Kontaminierung mit Polonium 210 festgestellt.
8./9. Dezember: Die Polizei findet im Hamburger Wohnhaus von Dmitri Kowtun und im Haus seiner Ex-Schwiegermutter im Kreis Pinneberg Spuren von radioaktivem Material. Der Kontaktmann Litwinenkos ist angeblich schwer erkrankt.
7. Dezember: Litwinenko wird in London beigesetzt. Auch die russische Justiz beginnt mit Ermittlungen. Das britische Innenministerium hatte um Hilfe gebeten.
1. Dezember: Scotland Yard hält es nach britischen Presseberichten für «wahrscheinlich», dass Agenten des russischen Geheimdienstes FSB den Abweichler ermordet haben.
29. November: In Flugzeugen der British Airways werden Spuren von radioaktivem Material entdeckt. Später wird auch Scaramella positiv getestet.
24. November: In einer nach seinem Tod verlesenen Erklärung macht Litwinenko Russlands Präsident Wladimir Putin für seinen Tod verantwortlich. Britische Behörden berichten, dass im Körper des Toten und in den zuletzt besuchten Lokalen die radioaktive Substanz Polonium 210 gefunden wurde.
23. November: Am Abend stirbt Litwinenko nach einer Herz- und Kreislaufattacke.
20. November: Die Kriminalpolizei Scotland Yard schaltet sich ein. Spekulationen in Richtung Moskau weist ein Kreml-Sprecher als «Unsinn» zurück.
17. November: Weil sich sein Zustand rasant verschlechtert hat, wird er in die Universitätsklinik verlegt.
11. November: In einem Gespräch mit dem Rundfunksender BBC erklärt Litwinenko, er sei vergiftet worden.
1. November: Litwinenko trifft sich im Londoner Hotel «Millennium» mit russischen Ex-Agenten, darunter dem Geschäftsmann Dmitri Kowtun. Nachmittags speist er mit dem Italiener Mario Scaramella in einer Sushi-Bar. Abends fühlt er sich unwohl und begibt sich in ein Krankenhaus im Norden Londons. (dpa)

