09.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija und der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad
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Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat die Hamas-Bewegung dazu aufgefordert, niemals Israel anzuerkennen. Der Iran werde «Palästina in jeder Hinsicht bis zur Befreiung Jerusalems» beistehen.
Bei einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija in Teheran hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Samstag die radikalislamische Hamas-Bewegung zur Fortsetzung ihres Kampfes gegen Israel aufgerufen. «Die Volksregierung Palästinas sollte niemals Israel anerkennen und ihren legitimen Widerstand bis zur endgültigen Verwirklichung des palästinensischen Anliegens fortsetzen», sagte Ahmadinedschad nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Darunter versteht die iranische Regierung den Zusammenbruch des Staates Israel.
Ahmadinedschad nannte Palästina einen «untrennbaren Teil der islamischen Länder» und versprach, dass «der Iran nicht zögern wird, Palästina in jeder Hinsicht bis zur Befreiung von Qods (Jerusalem) beizustehen». Hanija bekräftigte, dass die Hamas Israel nicht als souveränen Staat anerkennen werde, und dankte dem Iran für die Hilfe. «Besonders Ihre mutige Haltung und Ihre Unterstützung der palästinensischen Sache haben unsere Kämpfer ermutigt und sind eine Quelle des Stolzes für die Muslime weltweit», sagte der Hamas-Politiker.
Hanija hält sich zu einem viertägigen Besuch in Teheran auf und ist bereits mit mehreren hohen Regierungsvertretern zusammengekommen. Der schiitische Iran ist ein eifriger Unterstützer der sunnitischen Hamas. Ahmadinedschad hat der Palästinenser-Bewegung bereits 38 Millionen Euro Finanzhilfe versprochen. (nz)