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Iran warnt Europa vor «Akt der Feindseligkeit»

05. Dez 2006 09:14
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad
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Der iranische Regierungschef hat Europa im Streit um das Atomprogramm seines Landes mit einer Verschlechterung der Beziehungen gedroht: «Propaganda» der EU werde er nicht hinnehmen, sagt Ahmadinedschad.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Europa mit einer Verschlechterung der Beziehungen gedroht. Die Regierung in Teheran werde jede Entscheidung der Europäer gegen das Atomprogramm des Landes als feindseligen Akt betrachten, sagte Ahmadinedschad am Dienstag vor mehreren tausend Teilnehmern einer Kundgebung in der nordiranischen Stadt Sari.

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An die Adresse der europäischen Staaten gerichtet sagte Ahmadinedschad wörtlich: «Wenn Sie versuchen, Schritte gegen die Rechte der iranischen Nation zu ergreifen, sei es in ihrer Propaganda oder in internationalen Organisationen, dann wird die iranische Nation dies als einen Akt der Feindseligkeit betrachten.» Bei einer Fortsetzung dieses Kurses, werde der Iran die Beziehungen zu Europa überdenken, drohte Ahmadinedschad.

Diplomaten der fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats und Deutschlands wollten am Dienstag in Paris erneut zu Gesprächen über das iranische Atomprogramm zusammenkommen. Auch der EU-Außenbeauftragte Javier Solana wurde dazu erwartet.

Der Iran hat die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gesetzte Frist missachtet, sein Programm der Urananreicherung bis zum 31. August einzustellen. Daraufhin sprachen sich die EU-Außenminister am 17. Oktober in Luxemburg dafür aus, den Streit über das Atomprogramm erneut an den Weltsicherheitsrat zu übergeben. (nz)

 
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