21. Nov 2006 16:06
Die internationale Atombehörde will den Iran nicht beim Bau eines neuen Forschungsreaktors unterstützen. Andere Projekte des Landes wurden dagegen gebilligt.
Darauf einigte sich ein Großteil der 35 Teilnehmerstaaten am Dienstag bei einem Treffen in Wien, wie aus Diplomatenkreisen bekannt wurde. Im Gegenzug sollen sieben andere iranische Projekte genehmigt werden. Die Diplomaten betonten allerdings, dass es sich um eine vorläufige Einigung handele. Eine formale Einigung wird am Donnerstag erwartet.
Der iranische Chefdelegierte Ali Aschgar Soltanieh warf den Gegnern des Projekts in Arak Diskriminierung vor. Zugleich werde die Gefahr ignoriert, die von der mutmaßlichen Atommacht Israel ausgehe, sagte Soltanieh laut dem Redemanuskript, das der Nachrichtenagentur AP vorab vorlag, vor einem hinter verschlossenen Türen tagenden IAEA-Ausschuss.
Zu Beginn der Beratungen am Montag hatten sich bereits sowohl die USA als auch die EU entschieden gegen den Antrag Teherans auf Hilfe beim Bau des Schwerwasserreaktors in Arak ausgesprochen.