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Blair fordert von Iran «strategische Wahl»

14. Nov 2006 18:06, ergänzt 20:50
Der britische Regierungschef Blair
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Der britische Premier Blair hat gegenüber den USA bekräftigt, Iran und Syrien könnten eine Isolation nur vermeiden, wenn sie an einer Lösung des Irak-Konflikts mitarbeiteten. Der Iran erklärte sich unter Auflagen zu Gesprächen mit den USA bereit.

Der britische Ministerpräsident Tony Blair hat einen Tag nach seiner Rede zur Außenpolitik seinen Vorschlag zum Umgang mit Iran und Syrien per Video-Schaltung einem US-Ausschuss vorgestellt, der unter Leitung des früheren Außenministers James Baker über den Irak-Konflikt beriet.

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Die beiden Länder müssten durch die USA vor die «strategische Wahl» gestellt werden, Teil der Lösung des Irak-Problems zu werden oder sich in die Isolation zu begeben, sagte Blair laut seinem Sprecher während der Anhörung am Dienstag.

Der Premier habe auch an die USA appelliert, sich mehr als bisher für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts einzusetzen. Dies sei von zentraler Bedeutung für die Beendigung der Gewalt im Irak, sagte Blair den US-Experten. Wiederholt habe er zudem darauf hingewiesen, dass der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern «das größte einzelne Problem» im Nahen Osten sei, so sein Sprecher.

In seiner Rede am Montagabend in London hatte Blair zudem die Führung in Teheran aufgefordert, ihr umstrittenes Atomprogramm aufzugeben und keine Terroristen mehr zu unterstützen. Er warf dem Iran in diesem Zusammenhang vor, die regionalen Konflikte im Irak, Libanon und mit den Palästinensern dazu auszunutzen, von dem Streit um sein Nuklearprogramm abzulenken.

Eine Partnerschaft zwischen dem Iran und dem Westen ist nach Ansicht Blairs nur dann möglich, wenn der Iran sich konstruktiv in den Nahost-Friedensprozess einschalten würde. Andernfalls drohe dem Land die internationale Isolation.

Irans Präsident Ahmadinedschad
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Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad erklärte sich unterdessen unter bestimmten Voraussetzungen bereit, mit den USA zu verhandeln. In Kürze wolle er eine Botschaft an das amerikanische Volk senden, sagte Ahmadinedschad am Dienstag in Teheran.

Laut Ahmadinedschad würde der Iran mit Washington direkt verhandeln, wenn die USA ihre Iran-Politik korrigierten und sich nicht mehr in innere Angelegenheiten des Irans einmischten. In der Atompolitik werde sein Land keinerlei Zugeständnisse machen, schränkte Ahmadinedschad ein. Gespräche mit Israel lehnte er weiterhin ab. (nz)



 
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