Bush fordert weltweite Ächtung des Iran
13.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die USA und Israel sind davon überzeugt, dass Iran mit seinem Atomprogramm auch den Besitz von Atomwaffen anstrebt. Olmert betonte ausdrücklich, dass Israel nicht auf eine Konfrontation mit dem Iran aus sei.
Auch Bush schloss direkte Gespräche der USA mit Syrien zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus. Er machte zur Auflage, dass Syrien der jungen Demokratie im Irak helfen und sich aus dem Libanon heraushalten müsse, damit dort die Demokratie existieren könne. Außerdem dürfe die Führung in Damaskus keine Extremisten auf syrischem Staatsgebiet dulden, so Bush.
Erst am Sonntag hatte das Weiße Haus allerdings direkte Gespräche mit Syrien und dem Iran über die Lage im Irak nicht mehr ausgeschlossen. Nichts sei vom Tisch, sagte der Stabschef im Weißen Haus, Josh Bolten, dem US-Sender CNN.
Blair machte dabei zur Bedingung, dass der Iran den «Terrorismus» im Irak und im Libanon nicht länger unterstütze. Er forderte die iranische Führung zudem auf, sich im Streit um ihr Atomprogramm an internationale Auflagen zu halten. Zugleich drang er darauf, dass Syrien eine «konstruktive Rolle» in der Region einnehmen solle.
Bush beriet am Abend mit einem parteiübergreifenden Ausschuss unter Leitung des früheren Außenministers James Baker über die künftige Irak-Politik. Die Mitglieder der Kommission «wollen, dass wir im Irak Erfolg haben, genauso wie ich will, dass wir Erfolg haben», sagte Bush, der sich zufrieden über das Gespräch äußerte.
Blair soll der Konferenz am morgigen Dienstag per Video-Link zugeschaltet werden. (nz)

